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Die Elternfeuerwehr

Susanne Dohrn • 24. April 2011

Die Kita hat zu – und die Kinder sind trotzdem gut versorgt. Möglich macht’s der AWO-Elternservice. Er organisiert Betreuung. Fo
Die Kita hat zu – und die Kinder sind trotzdem gut versorgt. Möglich macht’s der AWO-Elternservice. Er organisiert Betreuung. Foto: AWO/Marcus Barthel

Eine Kinderbetreuung wird benötigt. In zwei Stunden muss sie bereit stehen, weil die Kinderfrau krank geworden ist. Eine alleinerziehende Mutter muss bis 18 Uhr arbeiten, aber die Kita schließt um 16 Uhr. Ein Kindergartenplatz wird gesucht, ein Pflegeplatz für den Vater oder eine Hilfe im Haushalt für die Schwiegermutter, die sich den Arm gebrochen hat. Wer in einem Partnerunternehmen des AWO-Elternservice arbeitet, muss sich in solchen Fällen keine Sorgen machen.

Anruf genügt

Ein Anruf bei der Hotline in Bielefeld genügt, und der Service findet mit Hilfe seines bundesweiten Netzwerks eine Lösung. Die Kosten für Vermittlung und Beratung übernimmt der Arbeitgeber. Die Kosten der Betreuung - ob Kinderfrau oder Altenpflegerin - zahlt der Mitarbeiter.

"Wir helfen bei jedem Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagt Ludger Schabbing, fachlicher Leiter des Elternservice. Die Hotline ist von 8 bis 20 Uhr erreichbar, eine Notfallnummer rund um die Uhr. Manche Probleme, wie die Suche nach einer Kinderbetreuung, können nur vor Ort bewältigt werden. Die Mitarbeiter der Hotline geben sie an eines der mehr als 30 Regionalbüros des Elternservice weiter. "Innerhalb von 24 Stunden schaffen wir es immer, eine Lösung zu finden. In der Regel innerhalb von 12 Stunden, oft auch noch schneller."

Bei Fragen zur Kindererziehung, zum Umgang mit pflegebedürftigen Eltern oder bei persönlichen Problemen helfen die Fachleute in der Bielefelder Zentrale weiter. Immer wichtiger bei den Kunden des Elternservice wird die Ferienbetreuung. Wenn Kindergarten oder Schule geschlossen sind, die Eltern aber keinen Urlaub nehmen können, springt die AWO ein, mit Stadterkundungen, Theaterspielen, Musikmachen oder Zirkus.

Über hundert Partnerfirmen

Die Betreuung übernehmen dann so genannte Teamer der AWO. Das sind junge Leute, die eine Ausbildung zum Jugendleiter absolviert haben. Sie arbeiten unter der Anleitung einer hauptamtlichen Kraft. Die Betreuung zahlen zum großen Teil die Unternehmen, die Eltern übernehmen einen Anteil. Auch das Thema Pflege wird immer wichtiger. Der Elternservice hilft, wenn jemand einen Pflegeplatz sucht oder eine Haushaltshilfe und berät, wenn Mehr als hundert Partnerfirmenjemand fürchtet, dass die zunehmende Vergesslichkeit eines Familienmitglieds Demenz oder Alzheimer sein könnte.

Inzwischen sind bundesweit mehr als hundert Firmen Partnerunternehmen des Elternservice - darunter Deutsche Bahn, Telekom, Bosch, mehrere Sparkassen, Stadtwerke, Zeitungen sowie die Bundesagentur für Arbeit.

"Die Kosten richten sich nach dem Leistungsspektrum, danach, wie aufwändig die Beratung ist und wie viele Beschäftigte die Beratung in Anspruch nehmen", sagt Ludger Schabbing. Deshalb kann er auch keine Preise nennen. Interessierte Unternehmen müssen sich an den Service wenden und bekommen dann ein Angebot.

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