Von Liberalen Hochschulgruppen über den studentischen Dachverband, fzs, Juso-Hochschulgruppen, Campusgrün, Die Linke.SDS bis zur DGB-Jugend waren sich die Vertreterinnen und Vertreter einig, dass Zugangsbeschränkungen zu Masterstudiengängen abgebaut werden müssen.
"Wir wollen diese Erklärung als ein Signal in Richtung Bologna-Konferenz verstanden wissen.", erläuterte Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. "Bund, Länder und Hochschulen sind uns nicht nur nach der letzen Bologna-Konferenz Antworten schuldig geblieben." Die vorgestellte Erklärung ist aber nur der erste Schritt. Auf einer Homepage gibt es bereits die Möglichkeit, den Text mit dem eigenen Namen zu unterstützen und weitere Elemente wie eine Musterpetition für die Landesparlamente, Fallbeispiele und eine Sammlung von Presseartikeln sollen folgen.
Bachelor-Studiengänge reformieren
Konkret fordern die Verbände ein Bund-Länder-Programm zum Ausbau der Kapazitäten in den Masterstudiengängen und einen Abbau von Zugangsbeschränkungen. Alle Absolventinnen und Absolventen
eines Bachelorstudiums sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie nach dem ersten Abschluss eine Berufstätigkeit anstreben oder weiter studieren wollen. Dafür sei es aber auch notwendig, die
Bachelor-Studiengänge selbst zu reformieren. Parallel dazu müsse der Abschluss aber auch von den Arbeitgebern stärker anerkannt werden.
Im öffentlichen Dienst werden nach wie vor bevorzugt Absolventinnen und Absolventen von Masterstudiengängen eingestellt. Der Abschluss ist gleichzeitig Voraussetzung für bestimmte
Laufbahnen. Das Beispiel Schuldienst illustriert das Dilemma besonders anschaulich. Für den Lehrberuf muss ein Masterabschluss nachgewiesen werden, aber bei Studienaufnahme können sich längst
nicht alle sicher sein, überhaupt einen Platz für ein Masterstudium zu bekommen. Was mit den Bachelor-Lehrerinnen und -Lehrern passieren soll, weiß jedoch niemand.
"Das Thema bewegt die Studierenden sehr stark", meint Jan Krüger. Die Juso-Hochschulgruppen haben sich deshalb entschlossen, das Thema auch breit in die Studierendenschaft zu tragen. "Wir sind auf die Studierenden an den Hochschulen angewiesen. Je mehr Menschen unterzeichnen, sich an Aktionen beteiligen, den Text in den Gremien der Studierendenschaft und der Hochschule diskutieren, desto mehr Gehör werden wir uns bei Bund, Ländern und Hochschulleitungen verschaffen."







