20.000 Megawatt oder zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs: So viel Strom und Gas produzieren derzeit kommunale Energieerzeuger. "In zehn Jahren könnten wir unsere Kapazitäten verdoppelt haben", sagte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VkU) am Mittwoch in Berlin. Reck hat gemeinsam mit seinen Amtskollegen Stephan Articus vom Deutschen Städtetag sowie Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund zur Pressekonferenz geladen, um für eine stärkere Beteiligung der Kommunen und kommunalen Unternehmen an der Energieversorgung zu trommeln.
Gut gerüstet für die Energiewende
Die drei Verbände fordern gemeinsam den Umbau des Energiekonzepts "mit besseren Rahmenbedingungen für den Ausbau Erneuerbarer Energien". Sie begrüßen, dass die sieben ältesten Kernkraftwerke abgeschaltet sind und die Laufzeitverlängerung erneut zur Diskussion steht. "Kommunen und Stadtwerke sind für den Umbau des Energiesystems gut gerüstet und bieten ihre Mitwirkung an dieser zentralen Aufgabe an", sagte Landsberg. Wobei anbieten wohl untertrieben ist. Gerichtet an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) formulierten die drei Verbandschefs die Beteiligung an Planungsgesprächen für neue Energiekonzepte. Das war etwa 2010 nicht erfolgt, als Schwarz-Gelb ein Energiekonzept für Deutschland entwickelt hat, das unter anderem die Laufzeitverlängerung der AKW beinhaltete.
Forderung nach fairem Wettbewerb
Eine klare Benachteiligung der kommuanlen Unternehmen sei das gewesen, so die Botschaft von Landsberg, Reck und Articus. "Um Klimaschutz und Erneuerbare Energien weiter voranzutreiben brauchen wir faire Wettbewerbsbedingungen, gerade im Vergleich zu den großen Konzernen", so Articus. "Ich glaube, wenn wir uns alle anstrengen, können wir den Umbau der Energiewirtschaft schaffen", sagte Reck. Allerdings müssten dann alle Akteure um Rat gefragt werden. "Die Zeiten sind vorbei, wo man nur auf das Atomforum hören kann", so der VkU-Hauptgeschäftsführer.







