In ganz Deutschland wurden Veranstaltungen zum Equal Pay Day organisiert. Auch Berlin bekennt sich zur Farbe rot, die für das Projekt die Negativbilanz bei den Einkommen zwischen Frauen und Männer symbolisiert. Am "schönsten Platz Deutschlands" wie Renate Künast (Die Grünen) den Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor beschreibt und am Alexanderplatz versammeln sich Menschen, die die 23 Prozent weniger Lohn für die gleiche Arbeit nicht länger hinnehmen wollen.
Rot-Grün ist sich einig
Für Künast ist es klar verfassungswidrig, dass Frauen durchschnittlich bis zum 25. März (Equal Pay Day) arbeiten müssen, um zumindest das gleiche Gehalt wie Männer am 31.12. des Vorjahres zu erhalten. Bezeichnend für die jetzige Bundesregierung sei, dass Kanzlerin Merkel zwar Schirmherrin des Projektes sei, aber sich öffentlich nicht dazu äußere. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen forderte ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und eine Arbeitskultur, die aktivere Väter zulässt.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier empfindet es als Skandal, dass nur drei Prozent der Führungsetagen in Deutschland von Frauen besetzt seien. Die Wirtschaft habe in den letzten Jahren gezeigt, dass sie ohne politischen Druck das Potential von Frauen nicht erkennt, kritisiert Steinmeier. Auch er fordert deshalb ein Entgeltgleichheitsgesetz und die Quote für die Privatwirtschaft. Er hofft, dass spätestens im Jahr 2020 kein Equal Pay Day mehr nötig ist.







