Es geschah in Berlin 1934. Der 13. Fall des Kriminalkommissars Hermann Kappe stellt gleichzeitig Klaus Vaters Debüt als Krimibuchautor dar. Der ehemalige Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums und stellvertretender Regierungssprecher zeigt dem Leser die Hauptstadt vor dem Hintergrund der sich bis zum Röhm-Putsch zuspitzenden Fraktionskämpfe zwischen SS und SA.
Bekenntnis zum Krimifan
Er lese wirklich viele Krimis und die Reihe "Es geschah in Berlin" sei einmalig, lobt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier. Vor dem ersten Lesen hatte er sich nicht vorstellen können, wie mit Klaus Vater mittlerweile 8 Autoren die Fälle um den Kommissar Kappe abwechselnd schreiben. Ihm gefalle besonders die Hauptfigur, weil Kappe eben kein "James Bond Typ" sei, sondern eher ein "typischer Preuße". Knappe müsse feststellen, wie sehr der klassische Polizeidienst im Zuge des NS-Regimes zu Farce werde.
Es sei erstaunlich, wie tief der Roman in die Zeit 1934 eingreift, einem Jahr zwischen Hitlers Machtergreifung und der Vorbereitung auf das Olympiajahr 1936, so Steinmeier. Klassische Elemente des Krimis vereine der Autor mit Zeitgeschichte. So beginnt sein Fall bei einem vermeintlichen Unfall während des Baus der Berliner S-Bahn in Berlin-Mitte.
Die Fälle 14 und 15 werden anschließend von ihren Autoren vorgestellt. "Mit Feuereifer" von Horst Bosetzky und "In der Falle" von Jan Eik erzählen von den Jahren 1936 und 1938.
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