Dass Atomkraftwerke eine Gefahr für Mensch und Natur darstellen, haben vor allem Atomlobbyisten jahrelang dementiert und ignoriert. Welch ein verheerendes Ausmaß an Zerstörung von Atomkraftwerken ausgeht, wird uns erst wieder seit der letzten Woche so richtig bewusst.
Jetzt wo es allmählich "klick" in den Köpfen einiger Menschen und auch so einiger Atombefürworter macht, wollen wir den Bürgern aufzeigen, dass man gar nicht erst auf Entscheidungen aus der Politik warten muss, damit sich etwas ändert. Viele Bürger und Organisationen sind zwar der Meinung wir stünden kurz vor der Wende in der Atompolitik, doch eine endgültige Entscheidung wird sich noch lange hinziehen. Von alleine und ohne die Hilfe jedes Einzelnen wird sich an der Atompolitik der Bundesregierung nichts ändern.
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Es sind also nicht große Entscheidungen der Politik gefragt, sondern Entscheidungen die jeder tagtäglich für sich selbst treffen kann. Denn wir alle haben unmittelbar die Möglichkeit, den Atomkraftwerken den Stecker zu ziehen! Wie?
Ganz einfach: Man wechselt zu einem regenerativen Stromanbieter. Zu einem Stromanbieter der Energie zu 100% aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewinnt. Das schafft Unabhängigkeit von Importen, sowie Unabhängigkeit von großen zentralen Anbietern, bietet Sicherheit und Schutz für Mensch, Umwelt und Natur. Auch der Arbeitsmarkt profitiert von regenerativen Energien. In der Atombranche sind deutschlandweit gerade einmal 30.000 Menschen beschäftigt - in den Erneuerbaren sind es jetzt schon über 340.000 Beschäftigte und diese Zahl wächst signifikant.
Die Stromwechselkampagne der NaturFreunde Deutschlands "Ade EnBW" versteht sich als Appell - ein Appell, den alle Besucher unserer Internetseite an die Banden-Württembergische Regierung richten und unterzeichnen können. In diesem rufen wir Baden-Württemberg dazu auf, die Beteiligung an EnBW zu nutzen, um den Atomausstieg sofort zu beginnen und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu fördern. Wir sind uns durchaus bewusst, dass EnBW in regenerative Energien investiert, dies jedoch in einem Maß, das kaum erwähnenswert ist.
EnBW bleibt weiterhin der Energieversorger mit dem höchsten Atomstromanteil im Energiemix. Nach Konzernangaben stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW erzeugten Energie aus Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%. Erneuerbare? Die mageren 11% stammen in erster Linie aus alten Wasserkraftwerken. Unter www.ade-enbw.de können sich Besucher über die Möglichkeit des Stromwechsels informieren und den Appel unterschreiben.







