Eine "Gemeinsame Kommission" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat hat am Mittwoch die Universitäten aus Bochum, Bremen, Mainz, Köln, Tübingen, die technische Universität Dresden sowie die Humboldt-Universität Berlin für die dritte Auswahlrunde des Wettbewerbs ausgewählt. In dieser Runde treten die "Herausforderer" gegen die "Elite-Hochschulen" der ersten Förderphase der Exzellenzinitiative an. Für Florian Pranghe, Mitglied im fzs-Vorstand ist allerdings klar: "Dieser Wettbewerb war nie fair und wird es auch nicht mehr werden".
Monopolisierung der Bildung
Seit der ersten Förderphase des Wettbewerbs werden neun der 104 Universitäten in Deutschland gefördert. "Wer einmal Exzellenz-Hochschule ist, wird den Sonderstatus oft behalten, die anderen werden meist dauerhaft leer ausgehen" erklärt Jakob Lohmann vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Der von der Exzellenzinitiative entfachte Wettstreit um verknappte Mittel, könne nicht davon ablenken, dass es einen grundsätzlichen Mangel an den deutschen Hochschulen gebe, ergänzt Pranghe.
Denn die chronische Unterfinanzierung der Universitäten zwingt Forscherinnen und Forscher wissenschaftliche Projekte immer marktorientierter zu gestalten. Der Wissenschaft droht damit der Verlust ihrer existenziellen Freiheit. Ähnlich sieht es auch der Präsident der Berliner Humboldt-Universität Jan-Hendrik Olbertz: "Es geht nicht nur um die besten Ideen, sondern um die besten Anträge", sagte er dem Tagesspiegel.
Bund und Länder in der Pflicht
Die Juso-Hochschulgruppen und der fzs fordern von Bund und Länder mehr Verantwortungsbewusstsein und eine bedarfsorientierte Grundfinanzierung aller Hochschulen. Zur besseren Finanzausstattung der Hochschulen, bräuchte es zudem klare und transparente Regeln zwischen Bund und Ländern, so Lohmann.







