Judith Fiebelkorn, Mädchen- und Frauenpolitische Referentin der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken machte deutlich: "Mädchen und Frauen sind vielfältig und lassen sich nicht in stereotype Rollen pressen. Gerade Jüngere müssen deshalb lernen laut zu sagen, was sie selber wollen. Nach wie vor haben Frauen schlechtere Aufstiegschancen und werden schlechter bezahlt als Männer. Dadurch werden unterwürfige Rollen von Frauen weiter gefestigt. Die zunehmende Pornographisierung der Gesellschaft setzt Mädchen und Frauen zusätzlich unter Druck."
Dementsprechend waren auch die Themen der Konferenz festgesetzt. Nach dem Bericht der Kommission und dem Austausch der Gliederungen untereinander, einigten sich die Delegierten auf einen gemeinsamen inhaltlichen Antrag für die Ausgestaltung der Arbeit in den nächsten zwei Jahren. Die Themen dafür sind:
Lohnarbeit und Familie: wie frau es macht, macht sie es falsch!
Weiterhin sind wir in Deutschland noch von wirklicher Gleichstellung im Berufsleben weit entfernt. Frauen kriegen im Schnitt 23% weniger Lohn und sind in der Regel weiterhin die Einzigen,
an die die widersprüchlichen Forderung von der "Vereinbarkeit" von Familie und Beruf gestellt wird. Die nun zur Debatte stehende Quote kann die sexistischen Strukturen nicht überwinden. Sie ist
ein notwendiges Instrument, aber weitere Förderung ist notwendig, um dem Patriarchat etwas entgegen zu setzen.
Abgeranzt und aufgebrezelt: wie frau es macht, sie macht es falsch!
Gerade der weibliche Körper wird im kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen. Frauen müssen "an sich arbeiten", um sich einem Schönheits- und Fitnessideal anzupassen, dass sie weiter
unter Druck setzt und ausbeutbarer macht. Dabei sind gerade die Selbstbestimmungsrechte von Frauen immer noch deutlich eingeschränkt, was sich auch daran verdeutlichen lässt, dass Abtreibung
immer noch nicht legal in Deutschland ist.
Schlampe oder Mauerblümchen - wie frau es macht, macht sie es falsch
Obwohl weibliche Sexualität mittlerweile ein Thema ist, liegt die Verantwortung für Verhütung weiterhin bei den Frauen. Und gleichzeitig schreitet die Objektivierung immer weiter voran:
überall im öffentlichen Raum und in den Medien, wird gerade mit weiblichen Reizen geworben, die Gesellschaft weiter pornographisiert. Dies degradiert Frauen und Mädchen zu devoten Objekten, übt
Druck auf sie aus und erlaubt keine freie sexuelle Entfaltung.
Aus dieser Analyse ergaben sich verschiedene innerverbandliche und gesellschaftliche Forderungen. Auf der im Juni stattfindenden Bundeskonferenz der SJD - Die Falken soll es eine
Satzungsänderung geben, um eine Doppelspitze auf Bundesvorstandsebene einzuführen.







