Artikel (Archiv) > Hessische Verhältnisse

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Vor 25 Jahren wurde die erste rot-grüne Landesregierung gebildet

Hessische Verhältnisse

Edgar Wolfrum • 13. December 2010

M.Gromann-pixelio.de
M.Gromann-pixelio.de

Neuwahlen 1983 brachten keine Änderung. Nach einer gescheiterten Tolerierung wurden sich SPD und Grüne doch noch einig: Am 2. Dezember 1985 wurde in Hessen die erste rot-grüne Landesregierung Deutschlands gebildet. War Willy Brandts Vision von der "Mehrheit links von der Union" damit Wirklichkeit?

Zwar wurde die Hessen-Koalition rasch als Keimzelle einer neuen Ära stilisiert. Aber nach nur 14 Monaten war 1987 die Koalition zerbrochen und die SPD nach Neuwahlen erstmals seit 1945 in der Opposition. Rot-Grün, als Alternative zu Kohl in Bonn gedacht, wurde wieder dementiert, als "Auslaufmodell".

Davongelaufene Bürgerkinder

Ministerpräsident Holger Börner, Vertreter des sozialdemokratischen Fortschrittsmodells durch Technik und Wachstum, hatte die Koalition von Beginn an als Zwischenspiel aus der Not, nicht als Wunschbündnis betrachtet. Auch wenn Landespolitik im Vergleich zur Bundespolitik eher eine pragmatische Veranstaltung ist: Hessen vor 25 Jahren zeigt, wie schwierig die Annäherung von Parteien sein kann.

Ein Grund dafür: Die SPD behandelte die Grünen wie davongelaufene Bürgerkinder. Denn die SPD war immer die Partei der Aufsteiger, jener, die durch eigene Leistung und ohne Privilegien etwas geschafft haben. Als Volkspartei muss sie deshalb auch eine "bürgerliche" Partei sein. Doch als "Auslaufmodell" zeigte sich Rot-Grün bis heute nicht: Rot-Grüne Landesregierungen bildeten sich in Berlin, Niedersachsen, erneut in Hessen, in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. 1998 dann schließlich die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Und in diesem Jahr unter Hannelore Kraft in NRW das Comeback für Rot-Grün.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Westend Verlag

Icon Rezension; Jürgen Roth: „Gazprom – Das unheimliche Imperium"

Putins unheimliches Imperium

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

 „Genug der Farce“, sagt sich Monsieur Demanet.

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt

Icon Film der Woche: Ufo In Her Eyes

„Ein ideologischer Schrottplatz“