AUGUST 2010
Berlin
Ein 41-jähriger Ägypter wurde am 1. August in Berlin-Neukölln von einem Unbekannten mit einem Schlagstock angegriffen und rassistisch beleidigt.
(http://aktuelle.meinestadt.de v. 02. August 2010)
Aachen - Stolberg / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 2. August wurde die Fensterscheibe des Parteibüros der Aachener Linken eingeschlagen. Beschmiert wurde unter anderem das Parteibüro der Grünen. Zuvor wurde in der Nacht zum 31. Juli in Stolberg das Parteibüro der SPD beschmiert und unter anderem mit dem Wort "Jude" besprüht.
(www.az-web.de v. 02. August 2010 / Aachener Nachrichten v. 12. August 2010)
Stralsund / Mecklenburg-Vorpommern
Unter dem Titel "Schlaflose Nächte für den Staatsanwalt?" berichtete das NPD-nahe Internetportal "MUPINFO.de" am 3. August, dass sich die Stralsunder Kameradschaft "Hatecrew" aus dem "Sommerurlaub" zurückmeldet und einen "Urlaubsschnappschuß" veröffentlicht habe. Dieser zeigt den vollständig demolierten Briefkasten des Oberstaatsanwaltes Rolf Kuhlmann. Kuhlmann gilt als "Nazijäger" und verurteilte jüngst das "Hatecrew"-Mitglied Robert R. zu einer Haftstrafe.
(www.mupinfo.de v. 03. August 2010)
Wittstock / Brandenburg
In der Nacht zum 5. August wurde ein türkischer Imbiss in Wittstock beschädigt. In der Nähe des Tatorts wurden rechtsextreme Parolen gerufen.
(www.bz-berlin.de v. 07. August 2010)
Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen
Am Abend des 5. August wurde die Frontscheibe der Geschäftsstelle des Landesverbandes NRW der Linken in Düsseldorf eingeworfen.
(www.dielinke-nrw.de v. 05. August 2010)
Weißenfels / Sachsen-Anhalt
Zwei Männer haben am frühen Morgen des 7. August einen aus Niger stammenden Mann in einer Gaststätte in Weißenfels übelst beschimpft und misshandelt. Das Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf. Auch eine Frau, die dem Mann helfen wollte, wurde beschimpft.
(www.mz-web.de v. 09. August 2010)
Berlin
Ein 45-jähriger Mann wurde am 8. August in Berlin-Lichtenberg wegen seiner Hautfarbe von einem 35-Jährigen fremdenfeindlich beleidigt. Im Anschluss an die Beleidigung kam es zu einer Rangelei.
(Berliner Morgenpost v. 11. August 2010)
Dortmund / Nordrhein-Westfalen
Am 9. August wurde ein 49-Jähriger von zwei Neonazis in Dortmund überfallen, ausgeraubt und mit eindeutigen Worten eingeschüchtert. Das Opfer ist Initiator einer Aktion, die sich gegen den Neonazi-Aufmarsch am 4. September in Dortmund richtet.
(Westfälische Rundschau v. 11. August 2010)
Chemnitz / Sachsen
Eine 23-jährige Frau wurde am Abend des 11. August in Chemnitz bei einem fremdenfeindlichen Übergriff verletzt. Ein unbekannter Täter beleidigte das Opfer, schlug zu und trat mehrfach auf die am Boden Liegende ein. Die Zeitungsausträgerin wurde von ihrem aus Kuba stammenden Vater, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, verteidigt.
(www.dnews.de v. 12. August 2010)
Wilhelmshaven / Niedersachsen
Am Abend des 10. August wurde ein Brandanschlag auf den Treff der linksalternativen Szene in Wilhelmshaven, dem "Epizentrum - Alternatives Kommunikationszentrum ohne Konsumzwang", verübt. Zu einer Brandentwicklung kam es jedoch nicht.
(http://jeversches-wochenblatt.de v. 13. August 2010)
Neustadt an der Weinstraße / Rheinland-Pfalz
In der Nacht auf den 13. August wurden mehrere Scheiben des anarchistischen "Tante-Emma-Ladens" in Neustadt an der Weinstraße von einem Neonazi eingeworfen.
(http://antifabza.blogsort.de v. 15. August 2010)
Erfurt / Thüringen
Zwei 16- und 18-jährige Heranwachsende aus dem Irak wurden am 13. August in einer Straßenbahn in Erfurt von zwei Männern fremdenfeindlich beschimpft, geschlagen und getreten. Die Täter traten bereits mit Diebstählen und Körperverletzungen in Erscheinung.
(junge Welt v. 16. August 2010)
Chemnitz / Sachsen
Nach dem Sieg des Chemnitzer FC gegen St. Pauli am 14. August stürmten Neonazis und Hooligans das linke Reitbahnfest des "Vereins für die Wiederbelebung kulturellen Brachlandes" in Chemnitz. Ca. 50 schwarz vermummte Schläger verprügelten Besucher, zerstörten mit Steinen eine Schaufensterscheibe und beschädigten Autos. Zuvor wurde bereits die Frontscheibe des Mannschaftsbusses von St. Pauli eingeworfen.
(Chemnitzer Morgenpost v. 16. August 2010)
Anklam / Mecklenburg-Vorpommern
In der Nacht zum 15. August wurde eine Scheibe der Linkspartei in Anklam (Kreis Ostvorpommern) mit einem Stein eingeworfen. Im Bürgerbüro von MdL Peter Ritter befinden sich auch Arbeitsräume der Kreistagsfraktion und des Kreisverbandes der Linken.
(http://www.links-lang.de/presse/10158.php. v. 31. August 2010)
Linz / Rheinland-Pfalz
Um den 17. August wurde eine Fensterscheibe des Bürgerbüros des rheinland-pfälzischen Linken-Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Alexander Ulrich in Linz am Rhein (Kreis Neuwied) eingeworfen. Bereits am 4. Juni 2010 wurde dort eine Fensterscheibe eingeworfen.
(Zeitschrift "Lotta" vom Herbst 2010)
Berlin
in Berlin wurden in der Nacht zum 18. August ein Dutzend mal Gebäude mit rechtsextremer Propaganda beschmiert und Parteibüros beschädigt. An der Geschäftsstelle von Bündnis90/Die Grünen in Neukölln wurde ein Türschloss unbrauchbar gemacht. Ebenfalls in Neukölln wurde die Fensterscheibe der Chile-Freundschaftsgesellschaft "Salvador Allende e.V." eingeschlagen.
(www.morgenpost.de v. 18. August 2010 / www.redglobe.de v. 18. August 2010)
Nürnberg / Bayern
Am Nachmittag des 18. August wurde ein 16-jähriger jugendlicher Deutscher von zwei Männern wegen seiner dunklen Hautfarbe bedroht und beleidigt. Gegen den 32-jährigen Haupttäter stellte die Staatsanwaltschaft Haftantrag unter anderem wegen Verwendens Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
(Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken v. 25. August 2010)
Dresden / Sachsen
In der Nacht vom 18. auf den 19. August verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt "Die Praxis" in Dresden-Löbtau. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Zuletzt wurde in der Nacht vom 16. auf den 17. August eine Mülltone in ein Fenster im Erdgeschoss geworfen.
(http://dresden-fernsehen.de v. 20. August 2010)
Berlin
Eine 36-jährige Frau und ihr 37-jähriger Begleiter haben in Berlin-Lichtenberg am 19. August eine 43-jährige Vietnamesin fremdenfeindlich beleidigt, angegriffen und dabei aus ihrem Auto gezerrt. Das Opfer kam wegen Beinschmerzen in eine Klinik.
(www.morgenpost v. 22. August 2010)
Meerane / Sachsen
In der Nacht zum 22. August überfiel eine Gruppe von 25 bis 30 Rechtsextremisten, viele in Thor-Steinar-Szeneklamotten, in Meerane (Landkreis Zwickau) eine Party von 15 jungen linken Personen. Sieben Opfer erlitten teilweise schwere Verletzungen.
(www.sz-online.de v. 23. August 2010)
Hamburg
Auf der Rückfahrt von einem Fußballspiel in Freiburg wurden Benedikt Pliquett, Torwart des FC St. Pauli, und rund 20 Fans am frühen Morgen des 22. August beim Verlassen des Zugs in Hamburg-Altona von 15 vermummten HSC-Hooligans überfallen. Auch die angerückten Polizeibeamten wurden angegriffen. Mehrere Täter sind polizeibekannt, gehören den "Supporters" an und werden in der Datei "Gewalttäter Sport" geführt.
(www.bild.de v. 22. August 2010)
Dresden / Sachsen
Am Morgen des 24. August wurde ein Molotow-Cocktail in ein Wohnhaus im Dresdner Stadtteil Pieschen geworfen. Die Flammen konnten gelöscht werden. Das antirassistische Wohnprojekt war in den vergangenen Monaten Ziel von Neonazi-Attacken.
(www.bild.de v. 24. August 2010)
Dortmund / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 26. August haben rund 20 teils mit Sturmhauben vermummte Neonazis die linke Szenekneipe "Hirsch-Q" überfallen. Sie warfen Steine und Flaschen gegen den Szenetreff.
(www.derwesten.de v. 26. August 2010)
Döbeln / Sachsen
In der Nacht zum 26. August 2010 wurde ein antirassistisches Transparent an der Hausfassade des "Treibhauses e.V. Döbeln" angezündet.
(http://afg.blogsort.de/2010/08/26/erneuter-brandanschlag-in-doebeln/)
Bückeburg / Niedersachsen
Am späten Abend des 28. August hat eine mindestens 10-köpfige Gruppe von Rechtsextremisten einen 27-jährigen Mann aus Kleinenbremen in Bückeburg überfallen, auf ihn eingeprügelt und mit Schlagstöcken am Kopf verletzt. Das Opfer gehört der Antifa-Szene in Schaumburger an.
(www.landes-zeitung.de v. 31. August 2010)
Neustrelitz / Mecklenburg-Vorpommern
In der Nacht zum 29. August wurde eine Fensterscheibe des Bürgerbüros der Linkspartei in Neustrelitz eingeworfen.
(Nordkurier v. 31. August 2010)
Dresden / Sachsen
Am frühen Morgen des 29. August wurde ein Brandanschlag auf die Begräbnishalle des Neuen Jüdischen Friedhofs in Dresden verübt. Unbekannte Täter zündeten die Eingangstür der Halle an. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 5.000 Euro.
(www.dnn-online.de v. 29. August 2010)
Anklam / Mecklenburg-Vorpommern
Am letzten August-Wochenende wurde erneut eine Scheibe der Linkspartei in Anklam (Kreis Ostvorpommern) mit einem Stein eingeworfen. Im Bürgerbüro von MdL Peter Ritter befinden sich auch Arbeitsräume der Kreistagsfraktion und des Kreisverbandes der Linken.
(http://www.links-lang.de/presse/10158.php. v. 31. August 2010)
SEPTEMBER 2010
Aachen / Nordrhein-Westfalen
Bei einer Demonstration von Neonazis am 1. Mai in Berlin soll ein polizeibekannter Demonstrant einen Anschlag geplant haben. Der 19-Jährige Falko W. wurde am 1. September in Aachen festgenommen. Er gehörte bis in die jüngste Zeit der "Kameradschaft Aachener Land" an. Eine Hausdurchsuchung gab es auch bei den Brüdern Tobias (21) und Jonas R. (18) in Radevormwald.
(Ruhr Nachrichten v. 02. September 2010 / NTW rechtsaußen v. 03. September 2010)
Stukenbrock / Nordrhein-Westfalen
Unbekannte haben Anfang September den Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock geschändet. Eine Stele wurde mit einem Hakenkreuz und ein Obelisk mit dem Spruch "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" beschmiert. Im nahegelegenen ehemaligen NS-Lager "Stalag 326" waren bis 1945 Kriegsgefangene inhaftiert, Zehntausende starben.
(Neue Westfälische v. 04. September 2010)
Reichenbach / Sachsen
Auf einen Döner-Imbiss in Reichenbach wurde Anfang September ein Brandanschlag verübt. Die Polizei ermittelte vier Tatverdächtige im Alter von 20 bis 28 Jahren. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.
(www.freiepresse.de v. 30. September 2010)
Kamen / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 3. September wurde in Kamen die Eingangstür zum Jugend-Kultur-Cafe mit einem Stein eingeworfen. In der gleichen Nacht wurde auch die Schaufensterscheibe des Büros Der Grünen durch Steinwürfe beschädigt. Zuletzt wurde die Scheibe vor der Bundestagswahl eingeworfen. Mehrfach wurden rechtsextreme Parolen und Drohungen hinterlassen.
(Westfälische Rundschau v. 04. September 2010)
Prora / Mecklenburg-Vorpommern
In der Nacht zum 4. September haben Anhänger des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock das Jugendlager "Prora10" überfallen. Rechtsextreme Parolen wurden gebrüllt, ein Stand der Links-Jugend angegriffen und Ordner attackiert.
(www.ostsee-zeitung.de v. 07. September 2010)
Halle / Sachsen-Anhalt
Bei einer vermutlich fremdenfeindlich motivierten Messerattacke wurde am 5. September ein 22-jähriger Syrer lebensgefährlich verletzt. Während der Schlägerei, an der mehrere Personen beteiligt waren, sollen "Deutschland, Deutschland"-Rufe skandiert worden sein.
(www.mz-web.de v. 09. September 2010)
Furtwangen / Baden-Württemberg
In der Nacht vom 9. auf den 10. September wurde das Gelände des Otto-Hahn-Gymnasiums mit angegliederter Realschule in Furtwangen von Unbekannten aufgesucht, die unter anderem eine Straßenlaterne beschädigten und NPD-Aufkleber auf dem Gelände anbrachten.
(Schwarzwälder Bote v. 10. September 2010)
Neuruppin / Brandenburg
Am späten Abend des 11. September wurde ein 25-Jähriger gegenüber dem Neuruppiner Jugendwohnprojekt "Mittendrin" von drei vermummten Neonazis zusammengeschlagen und mit Pfefferspray bedroht.
(www.maerkischeallgemeine.de vom 15. September 2010)
Magdeburg / Sachsen-Anhalt
Ca. 20 Neonazis haben in der Nacht zum 12. September in Magdeburg mehrere Punks überfallen. Vier Jugendliche im Alter von 18 bis 22 Jahren erlitten Hämatome, ein weiteres 20-jähriges Opfer verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Bei dem Überfall sollen NS-Parolen gerufen worden sein. Bei einem zweiten Überfall von Neonazis auf Punks wurde ein 20-Jähriger leicht verletzt. Mit der Musikanlage der Punks zerstörten die Neonazis eine Glasscheibe eines Wartehäuschens.
(www.e110.de v. 12. September 2010 / www.mz-web,.de v. 12. September 2010 / www.mdr.de v. 12. September 2010)
Berlin
Ein 22-Jähriger, der in Berlin geboren ist und vietnamesische Eltern hat, wurde am 12. September am Bahnhof Friedrichstraße von drei Männern aus einer größeren Personengruppe heraus als "Japs" beleidigt. Kurz darauf wurde dem Opfer von einem Täter die Faust ins Gesicht geschlagen, ein zweiter Schläger schlug ihm gegen den Kopf. Ein dritter Täter trat dem Opfer, das zeitweilig das Bewusstsein verlor, gegen den Kopf.
(www.berlinonline.de v. 13. September 2010)
Berlin
Ein Neonazi hat am Abend des 13. September in Berlin-Marzahn einem 24-jährigen Punker mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht.
(www.morgenpost.de v. 15. September 2010)
Regensburg / Bayern
Die Mittelbayerische Zeitung berichtete am 14. September, dass ein polizeibekannter junger Rechtsextremist in einem Festzelt mit einem Maßkrug zugeschlagen habe.
(www.mittelbayerische.de v. 14. September 2010)
Jena - Saalfeld / Thüringen
Die Saalfelder Polizei hat offenbar einen Brandanschlag auf die Landtagsabgeordnete der Linken, Katharina König, verhindert. Polizeiangaben vom 17. September zufolge wird gegen zwei Männer und eine Frau aus der Neonaziszene aus dem Raum Kahla-Pößneck-Jena ermittelt. Im Juli sollen die Neonazis geplant haben, mit Brandbeschleunigern einen Anschlag auf einen Bus zu verüben, der von König regelmäßig genutzt wird.
(www.mdr.de v. 17. September 2010)
Zittau / Sachsen
Eine Fensterscheibe des Parteibüros der Linken in Zittau wurde am 19. September eingeschlagen. Dabei entstand ein Sachschaden von 500 Euro.
(www.ad-hoc-news.de v. 20. September 2010)
Pilsach / Bayern
In der Nacht zum 18. September haben Unbekannte das Haus des alternativen "Wohnprojektes Alte Schule" in Pilsach mit NS-Symbolen beschmiert und Aufkleber angebracht. Mehrere Autos wurden ebenfalls besudelt und massiv beschädigt.
(Mittelbayerische Zeitung v. 22. September 2010)
Flensburg / Schleswig-Holstein
In der Nacht zum 19. September wurde ein Anschlag auf die Bürogemeinschaft der Linken in Flensburg verübt. Die Scheibe der Eingangstür wurde eingeschlagen. Rechtsextreme Aufkleber wurden am Tatort hinterlassen.
(www.die-linke-schleswig-flensburg.de v. 20. September 2010)
Milmersdorf / Brandenburg
Am 24. September konnte ein kleiner Familienzirkus Milmersdorf nur unter Polizeischutz verlassen. Rechter Mob hatte die Artisten mit Parolen wie "Zigeunerpack! Asoziales Pack verschwindet! Wir fackeln euch die Zelte ab!" bedroht, beschimpft und mit Steinen beworfen. Durch die Steinwürfe wurden Fahrzeuge und Caminganhänger beschädigt.
(www.gegenrede.info v. 29. September 2010)
Rheinfelden / Baden-Württemberg
Hinter einem an einem Laternenmast in Rheinfelden angebrachten Aufkleber mit der Aufschrift "Organisiert den nationalen Widerstand", den eine junge Frau abmachte, war eine Rasierklinge so positioniert, dass Personen, die den Aufkleber entfernen wollen, sich heftig in den Finger schneiden sollten. Über diesen Vorfall berichtete die Badische Zeitung am 29. September.
(www.badische-zeitung.de v. 29. September 2010)
OKTOBER 2010
Münster /Nordrhein-Westfalen
Am frühen Morgen des 2. Oktober stieß ein 29-jähriger Schwarzafrikaner im Außenbereich der Halle Münsterland in Münster auf eine Gruppe von drei Männern . Ein Mann aus dem Trio beleidigte den Schwarzafrikaner mit zum Teil fremdenfeindlichen Äußerungen. Außerdem warf der Täter eine Flasche nach dem Opfer, das diesen am Hinterkopf traf. Das Opfer verlor zeitweilig das Bewusstsein.
(Pressemitteilung der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen v. 07. Oktober 2010)
Bovenden / Niedersachsen
Eine zehnköpfige Gruppe hat am Abend des 2. Oktober fünf Personen auf der Kirmes in Bovenden angegriffen. Ein junger Mann wurde dabei schwer verletzt. Die Angreifer sollen zum Teil der rechtsextremen Szene in Südniedersachsen angehören.
(www.stadtradio-goettingen.de v. 22. Oktober 2010)
Peine / Niedersachsen
Auf einen arabischen Gemüsemarkt in Peine wurde am Abend des 10. Oktober ein Brandanschlag verübt. Der 37-jährige Inhaber, ein Libanese, wurde lebengefährlich verletzt.
(www.haz.de v. 10. Oktober 2010)
Köln / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 10. Oktober griff eine ca. 20 junge Männer starke Gruppe 17 bis 23-Jähriger in der Kölner Altstadt Polizeibeamten an und verletzten diese. Die tatverdächtigen Rechtsextremisten, die eigens aus dem Aachener Raum angereist waren, hatten zuvor versucht, das Straßenschild "Judengasse" herunterzureißen.
(Pressemitteilung der Polizei Nordrhein-Westfalen v. 11. Oktober 2010)
Hamm / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 13. Oktober wurde zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten eine Scheibe der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Hamm der Linken eingeworfen. Nach dem Übergriff war auf der Homepage der "Nationalen und Sozialistischen Kameradschaft Hamm" zu lesen: "Kommunisten haben in unserer Stadt wahrlich einen schweren Stand." Diese seien "Ziel des Volkszorns geworden ... Die Geschäftsstelle befindet sich übrigens in der Oststraße 48."
(www.dielinke-hamm.de v. 16. Oktober 2010 / http://logr.org/kshamm/2010/10/20/und-schon-wieder-krachts-um-halb-drei-des-nachts/ v. 16. Oktober 2010)
Eberswalde / Brandenburg
Zwei einschlägig bekannte Männer im Alter von 27 und 28 Jahren haben am Abend des 14. Oktober eine vermutlich türkische Frau und ihren Ehemann in Eberswalde fremdenfeindlich beschimpft und angerempelt. Als ein Mann arabischer Herkunft einschreiten wollte, wurden er und seine Begleiter ebenfalls beleidigt und attackiert. Auf der Polizeiwache verletzte einer der beiden Täter zwei Polizeibeamte.
(www.moz.de v. 15. Oktober 2010)
Schwalmstadt / Hessen
In der Nacht zum 15. Oktober wurde eine Schaufensterscheibe des Büros der Linken in Schwalmstadt eingeworfen. Zuvor wurden in jüngster Zeit rund um das Büro Aufkleber mit rechtsextremen Parolen geklebt.
(dapd v. 15. Oktober 2010)
Siegen / Nordrhein-Westfalen
Sechs Neonazis sollen am Abend des 16. Oktober an einem Zwischenfall im alternativen Kulturzentrum "VEB" in Siegen beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen hatten sich zuvor unauffällig unter die Gäste gemischt. Dann tauchten weitere Gleichgesinnte auf, Flaschen flogen auf das Parkett. Ein Besucher der Konzertveranstaltung wurde verletzt. Die Polizei hat vor Ort auch Holzknüppel der Neonazis sichergestellt.
(Westfälische Rundschau v. 19. Oktober 2010)
Hamm / Nordrhein-Westfalen
Am 19. Oktober wurde in Hamm ein Auto in Brand gesetzt. Das Feuer griff auch auf zwei daneben parkende Autos über. Der Brandanschlag könnte einem Vorstandsmitglied des Hammer Kreisverbandes der Linken gegolten haben. Die abgebrannten Autos gehörten aber Nachbarn.
(NRW rechtsaußen v. 22. Oktober 2010)
Leipzig / Sachsen
Das Ex-Mitglied der Neonazi-"Kameradschaft Aachener Land" Daniel K. hat in der Nacht zum 24. Oktober in in einer Parkanlage am Leipziger Hauptbahnhof infolge eines Streits einen jungen Iraker niedergestochen. Das Opfer starb wenige Stunden später im Krankenhaus.
(www.bnr.de v. 29. Oktober2010)
Kitzingen / Bayern
Am 25. Oktober hat ein 17-jähriger seine Eltern in Kitzingen getötet und ist anschließend als Geisterfahrer auf der Autobahn ums Leben gekommen. Im Zimmer des Täters stellte die Polizei aufgesprühte Hakenkreuze und eine aufgehängte Reichskriegsflagge fest.
(www.bild.de v. 27. Oktober 2010)
Neustrelitz /Mecklenburg-Vorpommern
in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober wurde der Rathauskeller von Neustrelitz mit 35.000 Litern Wasser geflutet. Ein rechtsextremer Tathintergrund wird vermutet.
(Nordkurier v. 26. Oktober 2010)
Dresden / Sachsen
Auf das Wahlkreisbüro der Dresdner Landtagsabgeordneten und Stadträtin Annekatrin Klepsch (Linke) wurde in der Nacht zum 27. Oktober ein Anschlag verübt. Mit einem Pflasterstein wurde die Türscheibe eingeworfen.
(www.kanal8.de v. 27. Oktober 2010)
Berlin
In der Nacht zum 27. Oktober wurden Auslagen des linken Szeneladens M99 in Kreuzberg angezündet. Zeitgleich wurden an einem Antifa-Laden um die Ecke rechtsextreme Symbole gesprüht.
(TAZ v. 27. Oktober 2010)
NOVEMBER 2010
Fürth / Bayern
In der Nacht zum 1. November wurde ein 18-Jähriger, der einen Anstecker mit der Aufschrift "Antifaschistische Aktion" trug, von einem 41-jährigen Neonazi in der Fürther Innenstadt zusammengeschlagen. Das Opfer erlitt eine Patzwunde.
(Fürther Nachrichten v. 03. November 2010)
Schopfheim / Baden-Württemberg
Am 3. November wurden Farbbomben auf das alternative Cafe "Irrlicht" in Schopfheim bei Freiburg geworfen. In dem Cafe finden regelmäßig antifaschistische Veranstaltungen statt.
(Badische Zeitung v. 08. November 2010)
Detmold- Pivitsheide / Nordrhein-Westfalen
In der Nähe des Wohnortes des dortigen Juso-Kreisvorsitzenden Chris K. in Pivitsheide haben Unbekannte ein Hakenkreuz und daneben den Schriftzug "Mister Juso stirbt bald" gesprüht. Der Juso engagiert sich seit Jahren gegen Neonazis.
(Lippische Landes-Zeitung v. 08. November 2010)
Bad Belzig / Brandenburg
In der Nacht zum 11. November wurden zwei Scheiben des multikulturellen Begegnungszentrums Info Cafe "Der Winkel" in Bad Belzig eingeworfen. Die Täter besudelten die Fassade des Gebäudes mit einem angedeuteten Hakenkreuz.
(www.maerkischeallgenmeine,.de v. 12. November 2010)
Kellinghusen /Schleswig-Holstein
Am 11. November berichtete die TAZ über einen bislang nicht in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Vorfall in Kellinghusen (Kreis Steinburg). Demnach wurde dort vor zwei Jahren ein Lehrer an der Gemeinschaftsschule über einen längeren Zeitraum von ca. 15 Neonazis terrorisiert. Gegenstände wurden gegen sein Wohnhaus geworfen, der Gartenzaun beschädigt und Sieg Heil" vor dem Anwesen gebrüllt. Selbst die örtliche Polizeistation wurde mit Molotow-Cocktails attackiert.
(TAZ v. 11. November 2010)
Limbach-Oberfrohna / Sachsen
In der Nacht zum 13. November wurde ein Brandanschlag auf einen linken Jugendtreff in Limbach-Oberfrohna verübt. Durch das Feuer wurden die Vereinsräume der "Sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna" stark verwüstet, ein Zimmer brannte komplett aus.
(http://www.mdr.de v. 14. November 2010)
Cottbus / Brandenburg
In der Nacht zum 13. November wurde der sowjetische Soldatenfriedhof in Cottbus geschändet. 26 Grabsteine wurden umgeworfen. Auf eine Stele wurde das Wort "Jude" gesprüht.
(dapd v. 13. November 2010)
Hamm / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 15. November wurde ein mit Farbe gefüllter Glasbehälter gegen die Schaufensterscheibe des Büros der Linken in Hamm geworfen. Die Scheibe wurde beschädigt. Der Sachschaden liegt bei ca. 1.000 Euro.
(www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/hamm/article/meldung-101115-033955-95-444.html v. 15. November 2010)







