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Icon   Staatsballett Berlin tanzt mit internationalen Gästen

Ein Fest für die Sinne

Christian Janssen • 14. November 2010

Finale auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin (Bild: Christian Janssen)
Finale auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin (Bild: Christian Janssen)

Am 10. November 2010 ging das Konzept mit einer Premierenaufführung in der Deutschen Oper Berlin ins mittlerweile vierte Jahr, und zwar mit fünfzehn verschiedenen Choreographien. Vladimir Malakhov hatte sich für den Pas de deux des ersten Aktes des Ballettes "Manon" zur Musik Jules Massenets als Tanzpartnerin den zum American Ballet Theatre gehörenden "Principal Dancer" Julie Kent ausgesucht. Sie erschien nochmals zusammen mit dem Ersten Solotänzer Wieslaw Dudek aus Berlin für das Duett des Stückes "MOZART-KLAVIERKONZERT", das Uwe Scholz choreographiert hatte. Mit der Ersten Solotänzerin Natalia Ledovskaya und dem Solotänzer Semen Chudin zeigten erstmals Tänzer des hierzulande kaum bekannten Stanislawski-und-Nemirowitsch-Dantschenko-Theaters Moskau in Berlin Präsenz. Sie tanzten als Berliner Erstaufführung das Duett des Stückes "BALL DER GEISTER" in der Choreographie Dimitri Brianzevs. Das Duett "Adagio" des Stückes "ABENDLICHE TÄNZE" in der Choreographie Tom Schillings brachte ihnen einen weiteren brillanten Auftritt.

Das Tokyo Ballet hatte die Ersten Solotänzer Mizuka Ueno und Naoki Takagishi - er ist zugleich dessen Stellvertretender künstlerischer Leiter - entsandt, die zum einen den Pas de deux des zweiten Aktes des von Serge Prokofieff komponierten Ballettes "Cinderella" tanzten; zum anderen sah sie beide als verspieltes Paar, und zwar ihn zunächst als Clown, des Stückes "DICHTERLIEBE - AMOR DI POETA" in der Choreographie Maurice Béjarts. Für den Pas de deux "Satanella" des von Cesare Pugni stammenden Ballettes "Carnival in Venice" bekam der Berliner Solotänzer Dinu Tamazlacaru Yevgenia Obraztsova, die preisgekrönte Erste Solotänzerin des Ballettes des Mariinsky-Theaters Sankt Petersburg, als Partnerin. Die Gasttänzer bestachen durch die exzellente Beherrschung ihrer klassischen Skulpturen gleichen Körper; die Perfektion und Synchronität der Bewegungen in Harmonie zur Musik tat ein Übriges für den optischen Genuß.

Die Leistungen der Tänzer des Staatsballettes Berlin standen hinter denjenigen ihrer Gäste nicht zurück. Beispielsweise zeigte die Erste Solotänzerin Polina Semionova ihre ganze Grazie in der Berliner Erstaufführung des Solostückes "Alles Walzer", das ein Teil des Stückes "STRAUSS INCONTRA VERDI" ist. Für die Solotänzerin Sebnem Gülseker und den Solotänzer Ibrahim Önal hatte Vladimir Malakhov eigens das Duett "SPIRIT" choreographiert, das nun seine Uraufführung erlebte. Zwei Teile dieser Veranstaltung entstammten übrigens der Galaveranstaltung am 28. September 2010: das Duett mit der Solotänzerin Elisa Carrillo Cabrera und dem Ersten Solotänzer Mikhail Kaniskin wie auch Vladimir Malakhov als sterbender Schwan, was deswegen nicht weniger sehenswert war. Alles in allem war der Abend ein Fest für die Sinne, was das Publikum nach dem Finale, das alle Tänzer auf der Bühne vereinte, mit stehenden Ovationen goutierte.

Weitere Aufführungen sind für den 12. November 2010, 13. November 2010, 14. November 2010 und 18. November 2010 sowie 8. Februar 2011, 10. Februar 2011 und 11. Februar 2011 angesetzt.

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