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Was Frauen wollen

Kai Doering • 30. October 2010

Anmelden musste sich vorher niemand, einen Ablaufplan gab es nicht: Als das erste BarCamp Frauen am Samstagmorgen in der Berliner "Kalkscheune" begann, wusste noch niemand, was auf ihn zukommt. "Heute gibt es keine Zuschauer, sondern nur Teilnehmer", begrüßte so auch SPD-Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug die zahlreichen Frauen und einige Männer, die der Einladung der Sozialdemokraten, der IG-Metall-Jugend, des Freitag, des Blogs "Mädchenmannschaft" sowie des vorwärts gefolgt waren.

Und sie ließen sich nicht lange bitten. Mit zahlreichen Themenvorschlägen füllten sie das BarCamp schnell mit Leben. Ob Pornografie, Prostitution oder Rollenbilder - für die verschiedensten Themen fanden sich schnell Diskussionsgruppen zusammen. Doch wie sehr bei der Themenfindung Einigkeit herrschte, so engagiert wurde über einzelne Thesen diskutiert. "So wie in Pornos benehmen sich Frauen im wirklichen Leben nicht", war sich etwa eine Teilnehmerin des Pornografie-Panels sicher - und erntete teilweise erbitterten Widerspruch.

Mit Kindern Organisation lernen

Ähnlich kontrovers ging es eine Tür weiter bei der Frage zu, ob frau Kind und Ehrenamt miteinander vereinbaren kann. Während eine Fraktion davon überzeugt war, dass sie sich mit Nachwuchs nicht mehr politisch engagieren kann, sind Kinder für die andere erst der Katalysator: "Mit Kindern lernt man nämlich Organisation."

Zeit also, die Frauen zu fragen: "Was wollt Ihr eigentlich?" Klar, dass der Panel-Vorschlag von einem Mann kam, doch was patzig klingt, wurde zu einer Frage, die nicht ohne weiteres beantwortet werden konnte. Teilzeitarbeit etwa klingt für viele Frauen mit Kindern zunächst verführerisch, doch birgt sie beim näheren Hinsehen viele Fallen. "Führungskraft in Teilzeit kann nur jemand sein, der gut delegieren kann." Zudem sei sie in der Arbeitswelt nicht als vollwertig anerkannt.

Modebewusste Feministinnen - ein Widerspruch?

Und auch der vermeintlich einfache Bereich Mode hat seine Tücken. Die Frage etwa "Kann ich Feministin sein und gleichzeitig Wert auf Mode legen?" wurde von den Teilnehmerinnen des BarCamps höchst unterschiedlich beantwortet.

Und so blieben nach acht Stunden angeregter Diskussionen zwar viele offene Fragen, doch ergaben sich noch mehr Anregungen, über die weiter diskutiert werden kann. Einziges Manko dieser offenen Art des Austauschs aus Sicht einiger Teilnehmerinnen: "Wir sind bei einigen etwas speziellen Themen schnell an die Grenzen unseres Fachwissens gestoßen."

Das BarCamp Frauen auf twitter

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Buchtipp

Westend Verlag

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Putins unheimliches Imperium

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Von der Politik über den Tisch gezogen

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„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

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"Viele haben die Nase voll"

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„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

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„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

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Naziverbrecher ohne Reue

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Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

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Kolumne

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Das Allerletzte von Martin Kaysh

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Global gedacht von Rafael Seligmann

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Filmtipp

Cengos (Abdullah Ado) Kindheit endet mit schmerzhaften Verlusterfahrungen.

Icon Film der Woche: Mes – Lauf!

Der stumme Schrei nach Leben

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

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Mit dem Rücken zum Nichts

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