Artikel (Archiv) > "Einer der Besten"

Hauptinhalt

Artikel (Archiv)

Übersicht

Icon   Am 7. Oktober wäre Wilhelm Dröscher 90 Jahre alt geworden.

"Einer der Besten"

Bernd Faulenbach • 07. October 2010

Hans-Jochen Vogel, Walter Arendt, Wilhelm Dröscher auf dem SPD-Parteitag 1976 in Dortmund. Foto: commons.wikimedia.org/wiki/File
Hans-Jochen Vogel, Walter Arendt, Wilhelm Dröscher auf dem SPD-Parteitag 1976 in Dortmund. Foto: commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F048642-0016,_Dortmund,_SPD-Parteitag.jpg

Die Älteren, die dabei waren, erinnern sich an die Erschütterung, als Dröscher auf dem Bundesparteitag im Oktober 1977 in Hamburg plötzlich, kurz vor seinem Bericht als Schatzmeister im Plenum, im Alter von nur 57 Jahren verstarb. "Mitten in seiner Pflicht, mitten unter uns", wie Willy Brandt in einer ersten Würdigung sagte. Nach ihm, der mit großem Engagement für die sozialdemokratische Sache eintrat, ist der Wilhelm-Dröscher-Preis benannt, mit dem besondere Leistungen der Ortsvereine und anderer Gliederungen der Partei seit 1987 ausgezeichnet werden.

Der 1920 in Kirn an der Nahe geborene Dröscher hatte als Soldat den Krieg erlebt und erlitten. Der Wille zu einem entschiedenen Neubeginn führte ihn kurzzeitig zur KPD. 1949 wurde er Sozialdemokrat, für den die Partei rasch Heimat wurde.

Dröscher begann politisch in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt und wurde 1955 Mitglied des Landtages in Rheinland-Pfalz. Von 1957-71 war Dröscher, der sich den Ruf des "guten Menschen von Kirn" erwarb, Bundestagsabgeordneter, der sich um Landwirtschafts- und Kommunalpolitik ebenso kümmerte wie um Verteidigungs- und Außenpolitik. 1970 wurde er zum SPD-Landesvorsitzenden gewählt und war 1971 und 1975 Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen, in denen er Helmut Kohl unterlag.

Seit 1973 Mitglied des Bundesvorstandes und des Präsidiums wurde Dröscher 1975 zum Schatzmeister gewählt. Außer der Bundespolitik war ihm auch die Europapolitik wichtig: Von 1974 bis zu seinem frühen Tod hatte er die Funktion des Präsidenten des Bundes Sozialdemokratischer Parteien der Europäischen Gemeinschaft inne.


Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Buchtipp

Econ Verlag

Icon Rezension; Rudolf Hickel: „Zerschlagt die Banken"

„Zerschlagt die Banken"

Icon Rezension; Hans-Christian Jasch: „Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik"

Massenmord, geplant von Beamten

Icon Kathrin Hartmann: "Wir müssen leider draußen bleiben"

Von der Politik über den Tisch gezogen

Icon Rezension; Alexander Dill: „Gemeinsam sind wir reich"

Mehr Sozialkapital

Interview

Eren Güvercin

Icon Eren Güvercin im Interview

„Ich habe nie ein Identitätsproblem gehabt“

Icon Interview mit Frank Mentrup

Lust auf den Wechsel

Icon Interview mit dem Deutsch-Iraner Omid Pouryousefi

"Viele haben die Nase voll"

Icon Interview mit Katja Kullmann

„Dann ist da diese andere europäische, große Idee, die wir Sozialdemokratie nennen“

Veranstaltung

vorwärts-Fest in Bayern

Icon vorwärts-Fest

„Der Wandel in Bayern hat angefangen!“

Icon Buchvorstellung

Naziverbrecher ohne Reue

Icon Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus

Das kulturelle Gesicht Afghanistans

Icon Bildungspolitik

Gleiche Chancen für alle?

Kolumne

Icon Willst du mit mit (wählen) gehen?

Das Allerletzte von Martin Kaysh

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Icon Abzug aus Afghanistan

Global gedacht von Rafael Seligmann

Icon Notiert von Uwe Knüpfer

Berliner Tagebuch

Filmtipp

 „Genug der Farce“, sagt sich Monsieur Demanet.

Icon Film der Woche: Kill me please

Selbstmord inklusive

Icon Film der Woche: Die Vermissten

Mit dem Rücken zum Nichts

Icon Film der Woche: Medianeras

Wir sind die Stadt

Icon Film der Woche: Ufo In Her Eyes

„Ein ideologischer Schrottplatz“