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Die äußere und die innere Heimat

Karl Ludwig • 22. September 2010

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Ob Zeichnungen, Radierungen, Collagen, Drucke, Malereien - alle eint das kleine, quadratische Format und die Tatsache, dass die 30 Künstlerinnen und Künstler derzeit in Berlin eine Heimat gefunden haben, ob sie aus A wie Argentinien stammen oder U wie USA.

Heimat gibt Wärme, schafft Vertrautheit, aber Heimat kann auch beengen und bedrücken. Heimat hat viele Gesichter. All das zeigen die Bilder.

Zur Einstimmung diskutierten die Journalistin Ferdos Ferudastan und die Lehramtsreferendarin Nazil Mahjoubi miteinander. Beide haben Wurzeln im Iran und leben in Köln, einer Stadt, der sie sehr verschiedene Heimatgefühle entgegenbringen. Nazil Mahjoubi: "Ich liebe diese Stadt!" Ferdos Ferudastan: "Köln ist hässlich."

Mahjoubi erzählte, sie habe ihre iranische Herkunft lange verleugnet, um in ihrem deutschen Umfeld akzeptiert zu werden. Heute sehe sie Köln und Deutschland als ihre "äußere Heimat" an, die iranische Familie als die "innere". Sie habe gelernt, damit souverän umzugehen. Auf die Frage, ob sie also "halb deutsch, halb iranisch" sei, antwortete sie: "Eher 80/20. 80 % Deutsch." Im Iran wolle sie auf keinen Fall leben.

Weitere Informationen: Pressemitteilung Ausstellungskalender

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