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Icon   920 Sendlinger Genossen unterstützen Petition

SPD Sendlingen gegen AKW-Laufzeitverlängerung

16. June 2010

SPD-OV Sendling mit den Unterschriftenlisten (Foto: Kathrin Schirmer)
SPD-OV Sendling mit den Unterschriftenlisten (Foto: Kathrin Schirmer)

Fünfmal seit Mitte März hat die Sendlinger SPD Infostände aufgebaut und Unterschriften gegen die geplante Laufzeitverlängerung bei den Atomkraftwerken gesammelt. Auch im Bürgerbüro in der Daiserstraße lagen Unterschriftenlisten für die Massenpetition der SPD-Landtagsfraktion aus, ebenso in verschiedenen Sendlinger Geschäften. Bis zum Stichtag, dem 13. Juni 2010, kamen allein in Sendling 920 Unterschriften zusammen.

Großer Zuspruch in der Region
Die Vorsitzende des Sendlinger SPD-Ortsvereins, Isabelle Schuppener, wertet das als vollen Erfolg: "Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie stark der Zuspruch der Sendlingerinnen und Sendlinger für diese Aktion war. Des Öfteren standen drei, vier Leute an den Infotischen Schlange, um auf unseren Listen zu unterschreiben. Die Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger lehnt die Pläne der Landes- und Bundesregierung für die Laufzeitverlängerung bei den Atomkraftwerken ab. Dieses Stimmungsbild hat sich auch hier in Sendling bestätigt."

Petition gegen schwarz-gelbe Klientelpolitik
Am Sonntag übergab die Ortsvereinsvorsitzende die Unterschriftenlisten im Maximilianeum: "Wir Sendlingerinnen und Sendlinger haben unseren Anteil zur Unterstützung der SPD-Petition geleistet. Wir hoffen, dass die schwarz-gelbe Staatsregierung in Bayern sowie auf Bundesebene ihre Angriffe auf den im Konsens mit der Energieindustrie ausgehandelten Atomausstieg unterlässt und unsere Petition ernst nimmt!", sagt Schuppener.

Die Menschen hätten Ängste, unter anderem weil niemand wisse, wie die Frage der Atommüllentsorgung gelöst werden solle. "Außerdem gefällt die offensichtliche Klientelpolitik der schwarz-gelben Regierung den Bürgerinnen und Bürger nicht. Gestern die Hotelbesitzer, heute die Atomenergiekonzerne - die Menschen lassen sich nicht für dumm verkaufen mit solchen durchsichtigen Machenschaften. Solche Sätze konnte man am Infostand oft hören." Sie fordert, dass sich auch eine schwarz-gelbe Regierung an bestehende Gesetze halten sollte. Der Atomausstieg ist seit 2002 gesetzlich festgeschrieben. Daran sollte, so Schuppener, nicht gerüttelt werden: "Wem die Energiekonzerne näher stehen als die Menschen, der hat seinen Regierungsauftrag nicht verdient."

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