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Icon   Verleihung des Gratias Agit-Preises an Gert Weisskirchen

Der gute Ruf der Tschechischen Republik

Jana Günther • 04. June 2010

Gert Weisskirchen (links) mit dem tschechischen Außenminister Jan Kohout
Gert Weisskirchen (links) mit dem tschechischen Außenminister Jan Kohout

Der tschechische Botschafter Rudolf Jindak persönlich schlug Gert Weisskirchen, bereits Träger der Solidarnosc-Sondermedaille, für den renommierten Preis vor. Seit 1997 erhielten die "Gratias Agit" - Auszeichnung 192 Persönlichkeiten oder Organisationen aus 52 Ländern, die sich für die "Verbreitung des guten Rufes der Tschechischen Republik im Ausland" einsetzen.

Taten sagen mehr als 1000 Worte
Die deutsch-tschechischen Beziehungen lagen Gert Weisskirchen von Anfang am Herzen. Bereits als Student hatte er die Entwicklungen rund um den Prager Frühling 1968 aufmerksam verfolgt. In den 70er Jahren unterstützte er die tschechischen Dissidenten, die die Charta 77 verfasst hatten. Diese rollte Menschenrechtsverletzungen auf, die in der damaligen ČSSR im krassen Gegensatz zur propagierten Außenpolitik standen. Weisskirchen gelang es, durch seine Tätigkeit im diplomatischen Dienst, verbotenes Material aus dem Land schaffen, so dass es veröffentlicht werden konnte. Auch nach der Wende setzte er sich weiterhin beharrlich für eine gegenseitige Verständigung beider Länder ein.

Kontinuierliche Arbeit hilft der Völkerverständigung

Weisskirchen war 33 Jahre in der parlamentarischen Arbeit tätig, von 1990 bis 2009 arbeitete er im Auswärtigen Ausschuss. Auch in der OSZE übernahm er mehr als ein Jahrzehnt wichtige Aufgaben. Gemeinsam mit dem Senator der Tschechischen Republik Ludek Sefzig leitet er bis heute das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum.

Der tschechische Außenminister Jan Kohout überreichte die Auszeichnung und dankte Weisskirchen mit den Worten "Die Tschechische Republik möchte auf diese Weise ihr Engagement auf dem Gebiet der Intensivierung der deutsch-tschechischen Beziehungen und der Überwindung der Vergangenheit zwischen Deutschen und Tschechen danken".

Fotos: Pavel Sinagl

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