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Icon   Roland Koch soll Grundgesetz lesen

Jusos fordern Disziplinierung der CDU

17. May 2010

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Der CDU-Wirtschaftsrat stimmt begeistert mit ein und die Bundeskanzlerin schweigt sich aus. Ein guter politischer Kurs für Deutschland sieht anders aus. Die Jusos sehen die latente Gefahr, dass Sachsen-Anhalt endgültig den Anschluss verliert. Der Hochschulsektor ist einer der wenigen Bereiche, indem Sachsen-Anhalt noch konkurrenzfähig ist und Grundlagen für Wirtschaftswachstum schafft. Wer Zukunft haben will, braucht Bildung. Nur wer in die Bildung investiert, kann im Globalisierungszeitalter konkurrenzfähig sein. Die Aussage des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich "Mehr Geld macht nicht automatisch klüger" ist ehrenrührig und selbst das Gegenteil von klug und weise.

Bildung beginnt im frühen Kindesalter
Folglich fordern die Jusos Sachsen-Anhalt nicht nur aufgabenausfinanzierte Universitäten, sondern auch ein Fundament von erstklassigen Kindertagesstätten sowie ein umfassendes bildungspolitisches Konzept von der Ganztagsschule bis zur Hochschule. Der CDU ist scheinbar entgangen, dass Bildung und Wissenschaft Wohlstand garantieren und die gesellschaftliche Integration fördern sowie Schlüsselprobleme lösen können. In diesem Sinne wird es keine Bildung zum Nulltarif gegen. Vielmehr brauchen wir effiziente und intelligente Investitionen, von denen wir Morgen noch profitieren können.

Bildung ist ein Grundrecht
Dazu erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Marten Grimke "Wir stellen fest, dass Roland Koch wenig am Art. 20 des Grundgesetz gelegen ist. Hessens Ministerpräsident sollte sich lieber am Grundgesetz orientieren, anstatt jedes Jahr ein neues Entsolidarisierungsprojekt vorzuschlagen, welches selbst in der CDU keine Mehrheit findet. Folglich fordern wir auch Ministerpräsident Prof. Dr. Böhmer auf, seinen hessischen CDU-Kollegen in die Schranken zu weisen.

Bildung ist Zukunft
Uns sie ist auch die Chance aufzuschließen. Nur wer in Bildung investiert, wird in der Zukunft einen Nutzen erhalten ohne sich an der jungen Generation zu versündigen. Wir werden es nicht zulassen, dass das bürgerliche Lager die Generationen
gegeneinander ausspielt und das Finanzdesaster der Wirtschaftskrise auf dem Rücken des Nachwuchses austrägt."

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