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Kraft: "Ohne uns geht nichts in NRW"

Vera Rosigkeit • 10. May 2010

Wie geht es weiter nach der Wahl in NRW? Foto: pixelio, PixtommyS
Wie geht es weiter nach der Wahl in NRW? Foto: pixelio, PixtommyS

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen liegt die CDU mit 0,1 Prozent und 34,6 Prozent der Stimmen knapp vor der SPD mit 34,5 Prozent. Beide kommen im Landtag auf jeweils 67 Sitze. Gewinner der Wahl sind die Grünen, die gegenüber 2005 ihren Stimmenanteil von 6,2 auf 12,1 Prozent fast verdoppeln konnten. Die Linkspartei schafft mit 5,6 Prozent erstmals den Einzug in den Düsseldorfer Landtag.

SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft sagte am Montagmorgen in Berlin, es sei keine einfache Aufgabe, die die Wählerinnen und Wähler ihr in NRW zur Regierungsbildung vorgegeben hätten. Sie werde das Ganze nun in Ruhe angehen und im Landesverband beraten: "Die ersten Gespräche werden wir mit den Grünen gemeinsam führen", sagte sie.

Klar sei, dass Jürgen Rüttgers abgewählt worden ist und die schwarz-gelbe Regierung im Bundesrat keine Mehrheit mehr habe. "Ohne uns geht nichts in NRW, so Kraft, "wir können das verhindern, was wir verhindern wollen, die Entsolidarisierung der Gesellschaft, die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke und die unsäglichen Steuersenkungen, die wir wirklich nicht brauchen."

Kein Deja Vu von Hessen 2008

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sieht im Wahlausgang keine Wiederholung von Hessen. "Wir haben hier eine Situation, wo Frau Kraft als unsere Spitzenkandidatin von vornherein gesagt hat, dass sie keine Ausschließeritis, wie sie das genannt hat, betreibt, und dadurch kann es jetzt auch nicht zur selben Situation kommen", sagte sie im Deutschlandfunk. Trotzdem sei die Situation die denkbar schwierigste, was eine Regierungsbildung angeht, fügte sie hinzu.

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