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Nahles: FDP begeht Wahlbetrug mit Ansage

André Weikard • 29. March 2010

Andrea Nahles beim Bundesarteitag 2009 in Dresden/ Foto: Dirk Bleicker
Andrea Nahles beim Bundesarteitag 2009 in Dresden/ Foto: Dirk Bleicker

Spielraum für Steuersenkungen werde es auch dann nicht geben. Vielmehr werde der Staat durch Einnahmeausfälle handlungsunfähig. Die schwarz-gelbe Koalition lasse besonders die Kommunen kulturell-politisch ausbluten, sagte die SPD-Generalsekretärin im Anschluss an eine Präsidiumssitzung der SPD am Montag. Gerade habe sie von der Schließung des Theaters in Wuppertal erfahren. Wähler in Nordrhein-Westfalen seien aufgefordert, bei der Landtagswahl am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen zu entscheiden, ob sie das wollten. Sie glaube an ein Comeback von Rot-Grün.

Große Schnittmenge bei den Kernfragen

Jenseits von Koalitionsfragen habe man ein gemeinsames politisches Projekt. Die SPD setze auf ein qualitatives Wachstum, wolle eine volkswirtschaftliche Entwicklung weg von der ressourcenfressenden Industrie und hin zu Sektoren wie Umwelttechnik und Dienstleistung. Die Bereiche Pflege und Energieffizienz hätten Jobpotential für die Zukunft. Die SPD fordere außerdem eine Börsenumsatzsteuer, um die Verursacher der Finanzkrise an der Rückführung der Schulden zu beteiligen. Auf Nachfrage bestätigte Nahles, die Forderung von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig, die Renten in Ost und West anzugleichen, gebe auch die Haltung der Bundespartei wieder.

Geschlossen gegen Energiepolitik von Schwarz-Gelb

Widerstand kündigte Nahles auch gegen die Atompolitik der Regierung an. Sie rief dazu auf, sich am 24. April an einer Menschenkette zwischen dem Atommeiler Brünsbüttel und dem 120 Kilometer entfernten Reaktor in Krümmel zu beteiligen. Die von Schwarz-Gelb geplante Verlängerung der Laufzeiten werde ohne eine Änderung des Sachverhalts betrieben. Noch immer sei die Frage der Endlagerung ungeklärt und es stehe zu befürchten, dass der Ausbau erneuerbarer Energien ausgebremst werde.

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