„Über das Internet erreichen die Islamisten eine Breitenwirkung, die ihnen ansonsten nicht gelingen würde“, sagte Fromm auf einer Konferenz des Justizministeriums gegen die Verbreitung von Hass im Internet. Geringe Kosten und eine hohe Reichweite trügen dazu bei, gegen westliche Gesellschaften gerichtete Inhalte weit zu verbreiten. „Die Cyber-Mobilisierung ist ein bedeutsamer Verstärker des bestehenden Radikalisierungsprozesses“, so Fromm.
Seit Anfang 2009 registriere der Verfassungsschutz ein zunehmendes Engagement der Islamisten im deutschsprachigen Internet, besonders auf Videokanälen wie Youtube. „Die Videos werden immer professioneller und aus dem Arabischen übersetzt ausgestrahlt.“ Auf diese Weise sollten vermehrt auch Jugendliche in Europa angesprochen und radikalisiert werden. „Das Internet fungiert dabei als zentraler Marktplatz.“ Daher reiche es nicht aus, allein das auszuwerten, was im Internet öffentlich zugänglich sei. "Operative Zugänge in verschlüsselte Bereiche sind unverzichtbar."
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