„Unter Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt und Schmidt wurden die Reichen in Deutschland stärker besteuert als heute“, sagte der Altkanzler. „Und damit sind wir sehr gut gefahren.“ Zugleich warnte Schmidt vor Panikmache wegen der bevorstehenden Schuldenlast aufgrund der Maßnahmen gegen die Wirtschaftkrise. Es gebe „in der Politik und im Journalismus Leute, die immer etwas kritisieren müssen“, sagte Schmidt. „So macht man den Leuten mehr Angst als nötig.“
Auch den Verlauf des Bundestagswahlkampfs kritisierte der Altkanzler. „Was ich an diesem Wahlkampf auszusetzen habe, ist der Umstand, dass Themen, die die Menschen sehr berühren, nicht wirklich behandelt werden.“ Namentlich nannte Schmidt den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, die Stabilität des Sozialstaats sowie den Umgang mit der zukünftigen Schuldenlast aufgrund der getätigten Konjunkturmaßnahmen. Jetzt sei es zu spät. „An dieser Art von Wahlkampf ist nichts mehr zu ändern.“
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