Silvester-Übergriffe

SPD-Vertreter schockiert über Silvester-Attacken in Köln

Robert Kiesel05. Januar 2016
Dutzende Männer, die sich aus Gruppen heraus gezielt auf junge Frauen stürzen, sie bestehlen, sexuell belästigen. Was sich anhört wie ein schlechter Film, wurde in der Kölner Silvesternacht Realität. SPD-Vertreter äußern sich schockiert.

Führende Vertreter der SPD haben am Dienstagmorgen ihre Abscheu gegenüber den Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof zum Ausdruck gebracht. Vor allem über den Kurznachrichtendienst Twitter machten sie ihrem Ärger Luft.

Bundesjustizminister Heiko Maas erklärte:

Seine Amtskollegin aus dem Familienministerium, Manuela Schwesig, stellte klar:

Jan Stöß, Vorsitzender der Berliner SPD, legte nach und forderte:

Jäger spricht von „nordafrikanischen Männergruppen“

Zuvor hatte sich mit Ralf Jäger (SPD) der Innenminister Nordrhein-Westfalens zu den beispiellosen Vorfällen rund um den Kölner Hauptbahnhof geäußert. Gegegnüber Kölner „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärte er: „Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen". Darauf wiederum reagierte die aus NRW stammende SPD-Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier und twitterte:

Auch aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz ließ eine entsprechende Reaktion nicht lange auf sich warten. Gegenüber SpiegelOnline erklärte die amtierende Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, ist dies eine Ungeheuerlichkeit und unfassbar.“ Dreyer forderte eine umfassende Aufklärung der Vorfälle.

Diebstahl, Körperverletzung, Vergewaltigung

Den Anlass für die klaren Worte aus den Reihen der Sozialdemokraten liefert eine offenbar konzertierte Aktion mehrerer hundert Männer auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs. Die laut Augenzeugen und Polizei vorrangig aus dem „nordafrikanischen sowie aus dem arabischen Raum“ stammenden Personen sollen sich in der Silvesternacht zunächst mit Knallern und Raketen beschossen haben. Kurz darauf wendeten sich zahlreiche Frauen voneinander unabhängig und teilweise völlig aufgelöst an die Polizeibeamten. Sie warfen den Tätern sexuelle Übergriffe, Diebstahl und Körperverletzung vor. Bis zum Dienstagmorgen registrierte die Polizei rund 90 Anzeigen. Eine der Frauen soll sogar vergewaltigt worden sein.

Angesichts dieser Vorgänge rief die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Dienstag zu einem Krisentreffen. Geladen sind unter anderem die Kölner Polizei, die Bundespolizei sowie der Stadtdirektor Guido Kahlen. Bereits kurz nach der Häufung von Anzeigen hatte die Polizei eines Ermittlungsgruppe eingerichtet. Diese soll weiter aufgestockt werden.

Gezielte Übergriffe auch in Hamburg

Unterdessen tauchen erste Meldungen auf, wonach es auch in Hamburg gezielte Übergriffe auf Frauen während der Silvesterfeierlichkeiten gegeben habe. Sechs Anzeigen junger Frauen seien bislang bei der Polizei eingegangen, berichtet tagesschau.de. In ihren Fällen handele es sich jedoch ausnahmslos um Diebstahldelikte.

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Kommentare

Übergriffe in Köln u.a.-wo

Man kann es drehen wie man will, die Frauen sollten sich vorübergehend (bis die Integration abgeschlossen ist) nicht aufreizend anziehen; weil, wer da nicht angeregt wird, ist schon tot. Auch muss man sich klarmachen, dass an Ungläubigen verübte Missetaten für die Gläubigen des wahren Glaubens evtl. keine Sünde sind. Es hilft nichts, die Religion als solche muss auf den Prüfstand, ggf. wird es ohne Religionen besser.

Es war doch absehbar....

Wenn hunderttausende alleinreisende Männer mit frauenverachtenden, ja mittelalterlich, religiös geprägtem Hintergrund nach Deutschland kommen, musste das passieren und es wird wieder passieren, denn es kommen ja weitere hundertausende nach Deutschland. Ist jemand der Meinung diese Männer wollen in Zukunft zölibatär leben? Wer das glaubt, glaubt wohl noch an den Weihnachtsmann. Wir werden es erleben. Das wird nicht mehr zu beherrschen sein, da unsere Polizei- und Ordnungskräfte jetzt schon überfordert sind und man die Dimension dessen was auf uns zukommt hier immer noch nicht sieht oder sehen will.

Antwort C.Förster

Yes. Da klafft eine große Lücke, besonders bei den meisten Entscheidungsträgern, zwischen Sein und Bewusstsein. MMN muss man den Hebel bei der Religion ansetzen - bei ihrer und bei unserer. Runter mit den Kirchtürmen, runter mit den Minaretten.