Gegen Tarifflucht und Lohndrückerei SPD fordert Reform der Leiharbeit

von Kai Doering - 18.01.2010
Die SPD will Änderungen bei der Leiharbeit durchsetzen. Diese sei zwar als Instrument sinnvoll, werde jedoch zunehmend zur Tarifflucht und Lohndrückerei missbraucht. „Schlecker ist kein Einzelfall“ heißt es in einem Papier, den der Parteivorstand zum Abschluss seiner Klausur beschlossen hat.

Die Aufgabe ist nicht leicht. Die SPD möchte das Eine tun, das Andere aber nicht lassen. So soll die Leiharbeit in ihrer derzeitigen Form beendet, gleichzeitig aber nicht der Zustand von vor ihrer Ausweitung unter der rot-grünen Bundesregierung wiederhergestellt werden. Das derzeitige „Scheunentor“ bei den Armutslöhnen in Deutschland müsse geschlossen werden, erklärte Parteichef Sigmar Gabriel das Ziel nach der zweitägigen Klausurtagung des Vorstands.

Erreichen möchte das die Partei mit einer grundlegenden Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, das regelt, zu welchen Bedingungen ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer an einen Dritten ausleihen kann. Arbeitgeber machen davon zurzeit reichlich Gebraucht und besetzen Stellen häufig mit Leiharbeitern statt mit regulären Arbeitern. Die Folge: Festangestellte und Leiharbeiter verrichten dieselbe Arbeit, allerdings zu unterschiedlichen Löhnen, da für Leiharbeit nur bedingt Tarifgrenzen bindend sind.

SPD will sich auf Arbeitnehmerpolitik fokussieren

Nach dem Willen der Sozialdemokraten soll dies künftig nicht mehr möglich sein und nach einer kurzen Einarbeitungszeit der Grundsatz „gleiche Arbeit – gleiches Geld“ gelten. Zudem soll eine Lohnuntergrenze für Leiharbeiter eingeführt werden und die konzerninterne Verleihung durch eigene Leiharbeitsgesellschaften eingeschränkt werden. Vor allem an letzterem hatte sich der Schlecker-Streit entzündet.

„Leiharbeit ist ein sinnvolles Instrument, wenn die Kernfunktionen, vor allem die kurzfristige Bewältigung von Auftragsspitzen, beachtet werden“, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Beschluss. Politik und Tarifvertragsparteien müssten jedoch dort einschreiten, wo Leiharbeit missbräuchlich genutzt wird.

Die Initiative zur Leiharbeit ist die erste von mehreren Vorschlägen, die die SPD in den kommenden Monaten im Bereich der Arbeitsmarktpolitik machen will. „Wir werden uns auf die Arbeitnehmerpolitik fokussieren“, kündigte Parteichef Sigmar Gabriel an. Aufstieg und Teilhabe, das „Kernthema der SPD“, solle wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.

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Channel: Wirtschaft  
AutorIn: Kai Doering  

SPD fordert Reform der Leiharbeit

Bild von Bernd Heinicke

HNA - SPD-Basis soll stärker mitreden

ich habe den Parteitag auf Phönix verfolgt und möchte Sigmar zu seiner Rede gratulieren, dies reicht aber nicht aus, die SPD wieder in die 40 Prozent Wählerstimmen oder mehr zu bringen. Es muss vor Ort die richtige Parteiarbeit durchgeführt werden, so dass die Bürger/innen wieder VERTRAUEN in die SPD bekommen.

Besinnt Euch wieder zur wirklichen SOZIALDEMOKRATIE zurück, regelt nicht immer stückchenweise die PROBLEME in der Gesellschaft, sondern habt den MUT und regelt das GESAMTE, also alles zusammen, die Steuergesetzgebung (Vereinfachung und Streichung aller Subventionen) in Verbindung mit der Rentenversicherung - alle Bürger/innen zahlen ein, (Selbstständige, Manager, Beamte u. s. w.), die Krankenversicherung-Gesundheitsreform in Verbindung mit der Pflegeversicherung, dazu muss die Arbeitslosenversicherung mit einbezogen werden, wobei Hartz IV auch verbessert werden muss, die Leihfirmen wie Adecco verboten werden müssen, dies ist Versklavung der Menschen per Gesetz!!!

Leiharbeit darf nicht von privaten Leihfirmen vermittelt
werden, sondern muß vom Arbeitsamt (staatlich)durchgeführt
werden in Verbindung mit tarflicher Lohnzahlung für geleistete Arbeit!!!

Wenn Ihr nicht öffentlich zugebt, das die Schröder Agenda 2010 verkehrt war und Ihr kein besseres Konzept dagegen setzt, so das die Menschen in unserer Republik wieder erkennen können, das Sie Vertrauen in die SPD haben können, werdet Ihr zu einer bedeutungslosen 10 - 15 Prozent-Partei abgestraft werden!!!

Gruß aus Baunatal
Bernd Heinicke

Volkstribun

Bild von Navigator

Siegmar Gabriel wäre sich ein fähiger Volkstribun, würde er sich nur von seinen sozialistischen Irrtümern befreien, dazu gehörte vor allem die Eurozone, daß Multikulti Garant für etwas Höherwertiges schaffte, und daß Kriege Frieden bringen.

Er könnte im Herzen des Volkes ewig leben, oder wird ungenannt mit ewiger Verachtung gestraft. Denn nicht nur die SPD ist marode und zum Siechtum verdammt, die EU steht vor dem Zusammenbruch!

Raus aus Afghanistan!

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