Sie wollen Schulen, die Lust haben mit neuen Ideen zu experimentieren. Ein Land, in dem es Spaß macht, eine Familie zu gründen. Autos, die mit Wasserstoff fahren. vorwärts-Leser sind neugierig auf die Zukunft und wünschen sich eine SPD, die mit Mut und Ideen an die Arbeit geht.
Tolle Lehrer, Spass am Lernen
Ich wünsche mir, dass es in zehn Jahren in Deutschland ein bundesland-unabhängiges einheitliches Schulsystem gibt, dass das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft ist, genau so wie das Sitzenbleiben und die Verbeamtung der Lehrer. Stattdessen gibt es das Ganztags-Schulsystem mit einer neuen Generation von Lehrern, die nicht nur fachlich, sondern auch nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen ausgebildet sind und sich frei bewerben können, wo immer sie möchten. An den Schulen arbeiten Teams aus Lehrern, Sozialarbeitern, Therapeuten, Ergotherapeuten usw. Freude statt auchschmerzen bei allen Beteiligten. Experimentieren und Ausprobieren statt des sicheren Alten. Da bekomme sogar ich Lust, an einer Schule zu arbeiten.
Michaela Leibold, 45, Übersetzerin, Fulda
Könnte so die Schule der Zukunft aussehen?
Frank-Walter Steinmeier: Michaela Leibolds Vision ist auch meine: Zukunft hat unser Land mit Schulen, in denen Lernen Spaß macht, in denen alle Kinder nach ihren Bedürfnissen gezielt unterstützt werden und wo die Leistung der Lehrer geschätzt wird. Ich wünsche mir Schulen als lebendige Orte von Gemeinschaft und Miteinander. Wo Kinder ihre Neugier stillen, aber auch Eltern sich engagieren, wo Interessierte, die mithelfen wollen, willkommen sind. Bildung ist die soziale Frage unserer Zeit. Ich will gleiche Chancen für alle Kinder, egal ob die Eltern viel oder wenig Geld haben, ob sie Akademiker oder Arbeiter, ob sie hier geboren oder eingewandert sind. Wir dürfen nicht zulassen, dass in unseren Städten eine „verlorene Generation“ heranwächst! Jedes Kind soll eine optimale Förderung im Kindergarten und in der Schule erhalten und anschließend eine Ausbildung absolvieren, entweder im Beruf oder an einer Hochschule.
In Deutschland wirkt das Projekt „Bildung für jedermann“: die Zahlen von Jugendlichen ohne Schulabschluss sind nahe Null, die Studentenzahlen steigen und die Wirtschaft ist froh über hoch motivierte und interessierte Auszubildende und alles nur, weil Schüler, Studenten und Eltern keine Kosten mehr für Bildung zu schultern haben, weder für Schulbücher, noch für Schulessen, noch für eine Betreuung der Kinder nach der Schulzeit.
Marvin Hartmann, 20, Wehrdienstleistender, Berlin
Was kann die Bundespolitik bewegen, wenn Bildung Ländersache ist?
F.-W.S.: Auch der Bund kann eine Menge tun, aber dazu braucht es politischen Willen. Die SPD hat in der rot-grünen Regierung den Bau von Ganztagsschulen gefördert. So haben wir vielen Eltern, ganz besonders den Alleinerziehenden, meistens also Frauen, die jeden Tag sehr viel leisten, dabei geholfen, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Bei der Bildung müssen Bund, Länder und Gemeinden Hand in Hand vorgehen. Das wollen die Menschen. Die SPD hat gerade beim kommunalen Investitionsprogramm gezeigt, dass das möglich ist. Kindergärten, Schulen, Sportanlagen werden mit Geld von Bund und Ländern saniert. Das haben wir ohne Gezerre und Gezeter um Zuständigkeiten durchgesetzt. Ich wünsche mir, dass wir mit diesem Geist in Zukunft auch an die Bildungspolitik herangehen. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Bund, Ländern und Gemeinden haben dasselbe Ziel: Bestmögliche Bildung für jedes Kind, weil uns jedes Kind gleich viel wert ist.
Wie wichtig ist es, dass Bildung kostenfrei ist?
F.-W.S.: Das ist eine Schlüsselfrage. Das Geld der Eltern darf nicht über die Zukunft der Kinder entscheiden. Deshalb bin ich für Gebührenfreiheit – vom Kindergarten bis zur Universität. Für viele ist der Weg nach oben schwerer geworden, auch wegen der zum Teil saftigen Kindergarten- und Studiengebühren. Darum ist es ja so verhängnisvoll, dass die CDU dort, wo sie regiert, Studiengebühren eingeführt hat. Wir wollen Gebührenfreiheit – damit Kinder von Alleinerziehenden, Arbeitern und Zuwanderern die gleiche Chance haben, eine höhere Schule zu besuchen, wie die Kinder von Professoren und Managern. Und noch etwas: Gute Bildung mit gleichen Chancen kann nur ein handlungsfähiger Staat ermöglichen. Einer, der ausreichend Finanzmittel hat.
Lust auf Familie
Ich würde mir wünschen, dass das Leben in Deutschland wieder lebenswert wird und dass man sich darauf freuen kann, eine Familie zu gründen, und dass diese Familie auch Sinn und eine Zukunft hat!
Daniela Horrer, 19, Auszubildende,Bergen Landkreis Celle
Was müssen wir für Familien verbessern?
F.-W.S.: Der Mensch gründet eine Familie, wenn er auf die Zukunft vertraut. Dafür müssen Politik und Gesellschaft gemeinsam gute Bedingungen schaffen. Der Mut, sich für Kinder zu entscheiden, hängt von den Antworten auf berechtigte Fragen ab: Verliere ich dann meinen Job? Kann ich mich auf meinen Partner verlassen? Schaffe ich das alles? Wenn wir mehr und bessere Betreuung ab dem ersten Geburtstag der Kinder schaffen, tun wir auch etwas für die Familien. Besonders dringend ist diese Hilfe für Alleinerziehende. Dass Kinder zum Armutsrisiko für Familien werden, ist eine Schande. Deshalb verbessern wir die Leistungen für arbeitslose Eltern und helfen den Kindern durch Schulstarterpakete. Vor allem aber ist Arbeit wichtig. Arbeit ist Selbstbestätigung, Hoffnung und Sicherheit für Familien. Ich will, dass auch mehr Alleinerziehende den Weg zurück in den Beruf finden.
Arbeiten im Alter
Wir werden sehr viel länger arbeiten als heute. Das ist auch in Ordnung, denn wir werden auch länger fit und gesund bleiben. Kehrseite der Medaille: Eine wachsende Zahl von Menschen hat gar keine Wahlmöglichkeiten, muss bis ins hohe Alter arbeiten, weil die Rente nicht reicht. Ein langer, finanziell sorgenfreier Ruhestand wird das Privileg von immer weniger Menschen sein.
Renate Faerber-Husemann, 62, Journalistin, Bonn
Werden die Menschen in Zukunft länger arbeiten müssen?
F.-W.S.: Erst einmal gilt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 55 werden in den Betrieben wieder gebraucht und geschätzt. Das ist auch Ergebnis unserer sozialdemokratischen Politik der vergangenen Jahre. Ich sehe unsere Arbeitswelt in einem grundlegenden Wandel. Der Jugendwahn ist von gestern. Auch die Hektik in den Unternehmen weicht einer neuen Wertschätzung von Erfahrung und Urteilsvermögen. Langfristig denken, statt kurzfristig Rendite aus Maschinen und Menschen pressen – das ist mein Ansatz in der Wirtschaftspolitik. Wir brauchen mehr ans Alter angepasste Arbeitsformen, flexible Übergänge vom Hochleistungsjob in die Rente. Manche können mit 60 nicht mehr, andere wollen mit 70 noch nicht aufhören. Die Frage ist nicht allein: Müssen wir länger arbeiten, sondern auch: Wie bleiben Menschen jenseits von 60 länger aktiv und engagiert? Aber ich will auch nicht schönfärben: Ein Arbeitsleben, das von längeren Phasen der Arbeitslosigkeit unterbrochen ist, schafft keine auskömmlichen Renten. Deshalb muss unsere oberste Priorität die Stabilisierung und der Ausbau von Beschäftigung sein – mit angemessener Bezahlung, also auch mit Mindestlöhnen.
Lassen sich Alter und Arbeit so verbinden, dass es für den Einzelnen und für die Gesellschaft ein Gewinn ist?
F.-W.S.: Ganz bestimmt! Arbeit ist wichtig, für viele sogar ein Lebenselixier. Aber ich verstehe ich jeden, der 40 oder 45 Jahre im Beruf gestanden hat, und sagt: Jetzt habe ich auch mal andere Interessen! Ich wünsche mir, dass viele einen Teil ihrer Kraft und Erfahrung in den Dienst der Menschen um sie herum, der Nachbarschaft oder des Vereins stellen. Es gibt unendlich viel zu tun. Engagement für die Enkelkinder, im Sport, für soziale oder politische Initiativen. Die Politik hat die Aufgabe, Arbeit im Alter und Übergang in den Ruhestand so zu begleiten, dass niemand überfordert wird, wenn seine Kräfte nachlassen, und dass jeder seinen Möglichkeiten und seinen Bedürfnissen entsprechend einen flexiblen Ausstieg wählen kann.
Saubere Energie, weg vom Öl
Mittelfristig können wir unseren Lebensstandard nur halten, wenn wir es schaffen, eine technologisch fortschrittliche Nation zu bleiben. Dazu gehört auch die enorm wichtige Energiewende: Ich wünsche mir deshalb die Realisierung und Subventionierung energieeffzienter Antriebstechnologien bei Bus, Bahn und Auto. Aber auch die Unterstützung von Projekten zum Einsatz regenerativer Energien.
Thomas Kromschröder, 19, Schüler, Rüsselsheim
Welche Bedeutung hat die Energiepolitik im neuen Jahrzehnt?
F.-W.S.: Energiepolitik ist schon jetzt eine zentrale Frage, übrigens auch eine soziale Frage. Denn steigende Gas-, Öl- und Benzinpreise treffen zuerst die Schwächeren unserer Gesellschaft. Sie ist aber auch eine Frage der Sicherheit, im Extremfall von Krieg und Frieden. Darum arbeite ich als Außenminister seit meinem ersten Tag daran, dass wir die künftigen Verteilungskonflikte um Energie und Rohstoffe international friedlich lösen. Deutschland muss im neuen Jahrzehnt der globale Ausrüster für Zukunfts- und Umwelttechnologien werden. Für neue Produkte, die weniger Energie und Rohstoffe brauchen. Das schafft Arbeitsplätze und hilft beim Klimaschutz. Sechs, bis zur Mitte des Jahrhunderts wahrscheinlich neun Milliarden Menschen wollen Zugang zum Wohlstand. Ohne neue, viel energieeffizientere Technologien würden wir die ökologischen Grenzen unseres Planeten sprengen.
Vor gut zehn Jahren wurden uns Autos versprochen, die mit Wasserstoff fahren. Sie sind immer noch Zukunftsmusik. Was haben wir stattdessen? Diesel haben im besten Fall 45 Prozent Wirkungsgrad, Elektromotoren hatten schon lange Wirkungsgrade weit über 75 Prozent. Wir bauen Kohlekraftwerke, behalten unsere Atomkraftwerke am Netz und sind dennoch abhängig von Russlands Gaslieferungen, gleichzeitig wollen wir Vorreiter in Sachen Umweltschutz sein.
Benny Timmermann, 25, Auszubildender, Hannover
Kommt die Energiewende zu langsam?
F.-W.S.: Wir dürfen keinen Tag verlieren. Ich will den schnellstmöglichen Ausbau von Erneuerbaren Energien in Deutschland voranbringen. Dazu brauchen wir zügig auch moderne Stromnetze. Nur dann können wir Strom von den geplanten Windparks in der Nordsee bis nach Süddeutschland transportieren, wo er gebraucht wird. Ich möchte, dass die Politik in dieser Frage die Führung übernimmt und die Wirtschaft mitzieht. Der Ausstieg aus der Atomkraft gehört zur Energiewende zwingend dazu. Wer Atomkraftwerke länger laufen lassen will – wie die Union – riskiert längere Übergangszeiten bis ins Solarzeitalter. Nein, Atomenergie ist keine Zukunftsenergie – das werden wir in den Wahlkämpfen dieses Jahres klar herausstellen.
Wie werden wir unabhängiger von Energieimporten?
F.-W.S.: Erstens, entschlossener Ausbau der Erneuerbaren. Zweitens, mehr Energieeffizienz in allen Bereichen – vom Verkehr über Gebäude bis zu den Betrieben. Wir müssen mehr aus jedem Liter Heizöl und Benzin herausholen, Kraft und Wärme koppeln, Verbrennungs- und Elektromotoren in ein Antriebsystem bringen und vieles mehr. Effizienztechnologien sind der größte Wachstumsmarkt der Zukunft. Dort wird das Wirtschaftswunder von morgen beginnen. Mein dritter Ansatz: Energiesicherheitspolitik, die ich auf die internationale Tagesordnung gesetzt habe. „Weg vom Öl“ ist auch ein Weg, der Frieden sichert. Um Energiekonflikte weitsichtig zu entschärfen, bringen wir Förderländer, Transitländer und Verbrauchsländer miteinander ins Gespräch. Und wir beziehen Energie aus möglichst vielen unterschiedlichen Ländern, um unsere Versorgungssicherheit zu verbessern.
Können wir aus der Stromgewinnung mit fossilen Brennstoffen aussteigen und bis wann wäre das realistisch?
F.-W.S.: Ich möchte das noch erleben – aber dazu werden wir noch mehrere Jahrzehnte brauchen. Bis dahin brauchen wir für die Stromerzeugung moderne Gaskraftwerke und eine neue Generation von C02-sparenden Kohlekraftwerken. Sie werden effizienter und sauberer sein als die Kraftwerke von heute. Ich setze darauf, dass wir das C02 bald aus Kohlekraftwerken abscheiden können, sodass es auch nicht mehr in die Atmosphäre gelangt. Ich möchte eine ehrgeizige, aber auch realistische Energiepolitik. Unser Industrieland kann auf absehbare Zeit noch nicht allein mit Sonne, Wind und Biogas versorgt werden.
Fördert der Schutzschirm für Arbeitsplätze die Wende zum Auto der Zukunft?
F.-W.S.: Ja, das ist unser Ziel. Die Umwelt- oder Abwrackprämie hilft gegen die Absatzkrise – Opel Eisenach, wo der Corsa gebaut wird, hat wieder volle Auftragsbücher. Zugleich geben wir eine halbe Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Antriebe, aber nur, wenn die deutschen Autobauer ihre eigene Forschung trotz der Krise nicht kürzen. In diesen Jahren wird das Auto der Zukunft neu erfunden, und wir müssen alles tun, damit deutsche Technologie dabei an der Spitze steht. Die Autoindustrie mit ihren Zulieferern und Dienstleistern ist und bleibt eine tragende Säule unserer Volkswirtschaft.
Die offene Gesellschaft
Migranten sollen in Zukunft mehr involviert werden. Es gibt immer noch viel zu viele Vorurteile gegen Deutsche mit Migrationshintergrund. In der heutigen Wirtschaft aber sind sie schon extrem wichtig. Als Arbeitskräfte bringen sie wertvolle Erfahrung aus ihren Heimatländern mit und sollten dafür gewürdigt und als volles Mitglied unserer Gesellschaft angesehen werden.
Alexander Schönfelder, 18, Schüler, Berlin
Verschenkt Deutschland das Potential von Migranten?
F.-W.S.: Ganz sicher! Wir leben im Zeitalter von Globalisierung, weltweiter Arbeitsteilung und Internet. Noch nie waren die Menschen überall in der Welt so mobil und vernetzt. Und unser Wohlstand gründet sich ganz wesentlich auf offene Märkte. Darum ist es so wichtig, dass wir noch besser lernen, mit Verschiedenheit umzugehen. Das ist entscheidend für den inneren Frieden wie für den langfristigen ökonomischen Erfolg unseres Landes. Wenn wir das verinnerlichen, wird noch deutlicher, was wir verbessern müssen. Kinder von Einwanderern gehen häufiger ohne Abschluss von der Schule, sind arbeitslos und abhängig von Sozialtransfers. Die Wurzeln liegen im frühen Kindesalter. Deshalb setze ich mich so nachdrücklich für bessere Bildungsangebote im Vorschulalter ein. Möglichst früh müssen die Kinder die deutsche Sprache lernen. Es darf nicht sein, dass Kinder von Zuwanderern schon am ersten Schultag dazu verurteilt sind, zurückzubleiben.
Was will die SPD tun, um die Integration von Migranten zu verbessern?
F.-W.S.: Frühkindliche Bildung habe ich erwähnt. Ganztagsschulen kommen hinzu. Gezielter Förderunterricht und Offenheit der Schulen sind wichtig, denn auch wer im ersten Anlauf die Realschule oder das Gymnasium nicht geschafft hat, kann später aufholen und muss dorthin wechseln können, wo er einen guten Abschluss machen oder die Hochschulreife erwerben kann. Ein wichtiger Ansatz sind auch die Stadtteilinitiativen, die Integration durch Sport oder Kultur voranbringen. Musik hilft oft, die eigene Persönlichkeit zu entfalten. Was uns allerdings immer wieder zurückzuwerfen droht, sind Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit. Da muss für eine demokratische Gesellschaft Null Toleranz gelten. Die Integration von Einwanderern ist ein großes Feld für engagierte Kommunalpolitik. Da haben wir als Sozialdemokraten viel anzubieten.
Visionen bitte!
Die Parteien, allen voran wir Sozialdemokraten, müssen die angestaubten Parteistrukturen aufbrechen und sich für Sympathisanten öffnen. Mitglieder- und Wahlversammlungen sollten für alle Interessierten offen sein. Nur so kann ein konstruktiver Dialog zwischen Parteifunktionär und Bürger möglich sein und die Menschen fühlen sich wieder mitgenommen!
Daniel Klingauf, 31, Student, Olfen
Muss die SPD sich mehr für die Bürger und Nichtmitglieder öffnen und wie könnte das geschehen?
F.-W.S.: Jetzt haben wir einen historischen Augenblick lang die Chance, eine faire und gerechte Gesellschaft neu zu begründen. Darüber müssen wir mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Wir müssen klar machen, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise unser Land verändert. Da sind nicht nur Bankentürme eingestürzt – eine ganze Lebens- und Weltanschauung ist zusammengebrochen. Die SPD will auf die Menschen zugehen – in den Initiativen und Vereinen, in den Gewerkschaften und der Wirtschaft. Auf alle, die einen neuen Aufbruch wollen. Wenn wir die Zukunft Deutschlands gestalten wollen, brauchen wir Mehrheiten. Auch das müssen wir sagen. Deutschland braucht für eine gute Zukunft eine starke Sozialdemokratie. Deshalb will ich, dass wir mit aller Kraft um neue Mehrheiten kämpfen.
Macht den Menschen keine Versprechungen, aber gebt ihnen Visionen, gebt ihnen Zukunft!
Dirk Dziabel, 38, Diplom Verwaltungs- und Betriebswirt, Bochum-Wattenscheid
Was ist Deine Vision für die Zukunft?
F.-W.S.: Ich will ein Land, in dem jeder seinen Platz hat und in dem jeder gebraucht wird. Ein Land, in dem die Starken den Schwachen helfen und in dem wir den Schwachen helfen, stark zu werden. Ein Land, das wieder die Kraft der Gemeinsamkeit erkennt und in das das Vertrauen zurückkehrt. Vertrauen ist die wichtigste Ressource für unser Land.
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