Scharfe Kritik der unterfränkischen SPD an geplanten Arbeitsplatzverlagerungen Siemens: Arbeitsplatzverlagerung unmoralisch

von Anna Weber - 15.02.2010
Erneut versucht der Siemens-Konzern Arbeitsplätze aus Bad Neustadt nach Tschechien zu verlegen. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer der UnterfrankenSPD stellt sich den Planungen entgegen.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer (AfA) in der unterfränkischen SPD hat die geplanten Arbeitsplatzverlagerungen bei Siemens scharf kritisiert. Der Konzern will 840 Stellen aus Bad Neustadt nach Tschechien verlegen. „Trotz hoher Gewinne, bei bester Produktivität und Flexibilität der Beschäftigten, sollen sie ihren Job verlieren“, sagte der Vorsitzende der AfA, Klaus Böwer. „Das ist unmoralisch und illegal. Das kann und muss verhindert werden.“

Schon vor fünf Jahren war die Verlagerung von 1600 Siemens-Arbeitsplätzen aus Würzburg gescheitert, nachdem ein Rechtsgutachten beweisen konnte, dass tschechische Behörden dem Konzern europarechtswidrige Konditionen und Angebote gemacht hatten.

„Ich begrüße außerordentlich und mit großem Respekt, dass sich auch der Würzburger Bischof, Friedhelm Hofmann, für die Beschäftigten einsetzt“, so Böwer.

 

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