Thüringen Schwieriger Start für Schwarz-Rot

von Vera Rosigkeit - 30.10.2009
Erst im dritten Wahlgang wurde die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht zur Ministerpräsidentin einer künftigen schwarz-roten Koalition in Thüringen gewählt. In den ersten beiden Wahlgängen verfehlte sie die erforderliche absolute Mehrheit um jeweils eine Stimme.

Die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht ist am Freitag zur neuen thüringischen Ministerpräsidentin gewählt worden. Damit ist die schwarz-rote Koalition in Thüringen besiegelt. Allerdings erreichte die bisherige
Sozialministerin die erforderliche Mehrheit erst im dritten Anlauf. In den ersten beiden Wahlgängen hatte sie mit jeweils 44 Stimmen die erforderliche absolute Mehrheit jeweils um eine Stimme verfehlt. Daraufhin hatte der Linken-Politiker Bodo Ramelow überraschend seine Kandidatur angekündigt. Bei diesem Durchgang erhielt Lieberknecht 55 der abgegebenen Stimmen, für Ramelow votierten 27 Abgeordnete.

Nach Aussage des SPD-Fraktionschefs Christoph Matschie stimmten die Sozialdemokraten im thüringischen Parlament geschlossen für Lieberknecht. Die SPD habe bei allen drei Abstimmungen gestanden, sagte Matschie dem MDR. Seine Fraktion habe auch zur Entscheidung über eine Koalition mit der CDU gestanden. "Da bin ich mir hundertprozentig sicher", erklärte er.

Die 51-jährige Theologin tritt die Nachfolge von Dieter Althaus an. Sie ist nach Heide Simonis in Schleswig-Holstein erst die zweite Frau an der Spitze eines Bundeslandes.

 

Quelle: dradio.de

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