Kommentar Sarrazin schafft sich ab

von Helmut Lölhöffel - 25.08.2010
Das prominente SPD-Mitglied Thilo Sarrazin hat sich mit seinen plumpen, üble Stimmung machenden ausländerfeindlichen Parolen schon längst ins rechtsextreme Spektrum begeben.

In der nächsten Woche wird Thilo Sarrazin unter gewaltigem Medien-Tamtam sein Buch mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab“ präsentieren.

Der Bundesbanker Sarrazin ist ein notorischer Provokateur. Die Positionen Sarrazins, so hat der Berliner SPD-Landesvorsitzende Michael Müller zutreffend gesagt, „haben absolut nichts mit sozialdemokratischer Integrationspolitik oder überhaupt mit demokratischer Politik zu tun“. Sarrazin ist zwar ein prominentes SPD-Mitglied, hat sich aber mit seinen plumpen, üble Stimmung machenden ausländerfeindlichen Parolen schon längst ins rechtsextreme Spektrum begeben. Seine Töne sind sonst von der NPD und von „pro Deutschland“ zu hören oder in der „Jungen Freiheit“ zu lesen. Sarrazin schafft sich selbst ab.

Eitle Selbstdarstellung

Sarrazin behauptet, er spreche nur öffentlich und offen aus, was viele Menschen dächten. Das macht seine eitle Selbstdarstellung nur noch schlimmer. Lieber sollte er sich darum bemühen, in jenem Teil der Bevölkerung, den er meint und den es zweifellos gibt, mit demokratischer Überzeugungskraft für ein tolerantes Miteinander aller in Deutschland lebenden Menschen zu werben.

Doch er hat sich für einen anderen Weg entschieden. Es wird nicht mehr lange dauern, bis er seinen Posten als Bundesbank-Vorstand los ist und bis er aus der SPD austritt oder ausgeschlossen wird. Dann wird Sarrazin in seiner Rolle als Ex-Promi noch einige Interviews geben und als Kronzeuge rechtsextremer Propagandisten durch Talkshows tingeln – so lange, bis ihn niemand mehr hören mag.

Verlinken Sie auf diesen Beitrag:

http://www.vorwaerts.de/trackback/11106

Channel: Gegen Rechts  
AutorIn: Helmut Lölhöffel  

zum thema "integration der hugenotten"

Bild von Alexander Decker

Wikipedia schreibt zu dem Thema Folgendes:
"Akkulturation ist der Begriff, der in der Literatur für den weiteren Verbleib der Hugenotten am häufigsten verwendet wird. Er bedeutet: Hineinwachsen in eine kulturelle Umwelt, einen Wandel als Folge von kulturellen Kontakten. Dieser Prozess verlief nicht einseitig. Die wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen der Réfugiés, ihre Religion und ihre Sprache veränderten zum Teil nachhaltig die deutsche Umgebung. Weit größere Veränderungen aber hatten die Hugenotten selbst zu bewältigen als Minderheit in einer rasch anwachsenden deutschen Bevölkerung.

In ihren Sitten und Gebräuchen passten sie sich allmählich ihrer neuen Umgebung an, hielten aber relativ lange an ihrer Heimatsprache fest – neben der Religion das wichtigste Element ihrer Gruppenidentität. Für die Führungsschicht blieb Französisch ein Statussymbol. Handwerker, Kaufleute, Tagelöhner und Dienstpersonal aber mussten Deutsch lernen, um im Berufsalltag mithalten zu können; nach einer Übergangszeit ging dann in diesen Sozialschichten die Sprache der Vorfahren verloren. Am längsten hielt sich das Französische in Gottesdienst und Kirche. Nachdem bis ins 19. Jahrhundert hinein ausschließlich auf Französisch gepredigt worden war, setzte sich die Gewohnheit durch, Gottesdienste abwechselnd in beiden Sprachen abzuhalten. Kirchenbücher wurden erst seit 1896 in deutscher Sprache geführt."

q.e.d.

Ein unerhörter Vorgang

Bild von Anonymous

Die in der Partei offiziell kumulierenden Publikationen zum "Fall Sarrazin" erscheinen mir doch eher wie vorausgeschickte Rechtfertigungen zu einem beabsichtigten unerhörten Vorgang. Zu einem skandalösen Vorgang, um es präzise zu sagen. Und ich bekomme langsam das Gefühl, dass die Verfasser dies auch wissen. Mit dem beginnenden Ausschlussverfahren ist die Volkspartei SPD drauf und dran, einen Teil der für diese Debatte notwendigen Meinungsbildung zu tabuisieren. Das ist nicht klug. Ich halte es eher mit dem Statement vom Neuköllner Bezirksbürgermeister, der weiß, wovon er spricht. Sarrazin polemisiert, er argumentiert mit Pointen, nicht mit staubtrockenen Political-Correctness-Phrasen. Sarrazin seziert. Er verzichtet auf die Applikation politischer Sedativa. Er bohrt - ohne Rücksicht auf das Schmerzempfinden seines Publikums und erst recht der politischen Klasse. Ausgewogenheit ist seine Sache nicht. In seinen mündlichen Statements vergreift er sich häufig im Ton. Die Empfehlung, "das Maul zu halten", sollte er sich insofern tatsächlich zu Herzen nehmen - aber nur im wörtlichen Sinne. Sei es drum. Niemand wäre auf die Idee gekommen, einen Herbert Wehner wegen verbaler Entgleisungen aus der Partei zu werfen. Oder doch? Wie dem auch sei: Der Skandal geht nicht von Thilo Sarrazin aus. Der Skandal geht von den in politischer Verantwortung handelnden Akteuren aus, die uns weismachen wollen, das uns allen bekannte Problem ließe sich unter Ausklammerung bestimmter Thesen diskutieren oder gar lösen. Ob diese Thesen wahr sind, steht dabei gar nicht zur Debatte. Mir kommt es langsam so vor, als stritten Mathematiker über die Zahlenlehre unter der Annahme, dass die Zahl Null nicht existiert. Derzeit traktieren uns die Medien mit den rührseligen (und nervenden) Geschichten erfolgreicher und integrationsfreudiger Migranten. Was für ein Blödsinn! Es ist doch offensichtlich, dass zwischen dem Anteil der unter den Einwanderern (einschließlich ihrer Nachkommen bzw. nachziehenden Familienangehörigen) am stärksten vertretenen Ethnien an der Gesamtbevölkerung und ihrer Repräsentanz in Fach- oder gar Führungspositionen mit hohem Qualifikationserfordernis eine enorme Diskrepanz besteht. Wie verhält es sich eigentlich mit der ethnischen Verteilung in den Putzkolonnen der SPD Parteizentrale?
Zurück zu Sarrazin, noch darf man ihn ja Genosse Thilo nennen. Dessen hugenottische Vorfahren waren als Einwanderer willkommen. Hätten diese Vorfahren 30 Jahre gebraucht, um die Sprache ihres Gastlandes zu lernen, wäre uns Sarrazins politische Karriere wohl erspart geblieben, Preußens Prosperität allerdings auch. Und was die "vererbbare Dummheit" (einer dieser unsäglichen Fehltritte mit publizistischem Unterhaltungswert) betrifft: Ortega y Gasset, der nach heutigen Maßstäben wahrscheinlich keinen Anspruch auf ein Mitgliedsbuch der Volkspartei SPD hätte, formulierte in seinem Klassiker "Aufstand der Massen" nach kalter Analyse: Dummheit ist schlimmer als Bosheit. Bosheit setzt manchmal aus, Dummheit nie.
Ein Parteiausschluss wäre zweifellos dumm. Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass auch in dieser Frage am Ende die Altersweisheit der über 100 jährigen Tante SPD die Oberhand behalten wird. Deren Integrationsfähigkeit beginnt damit, dass sie es aushält, sich mit einem Raufbold wie Sarrazin zu „fetzen“ – um den Vorschlag des Neuköllner Bürgermeisters wieder aufzugreifen.
Also: Ring frei zur nächsten Runde. Und ganz nebenbei: die Welt geht nicht unter, wenn auch eine solche Debatte (mit zweifelsfrei sehr ernsthaftem Hintergrund) gelegentlich mit einer überzogenen Polemik, einer dämlichen Replik, einer provozierenden Metapher belastet wird. Beim Lesen von Sarrazins Buch musste ich an manchen Stellen sogar lachen. Falls irgendjemand für dieses Eingeständnis eine Entschuldigung erwartet, sei diese hiermit in aller gebotenen Demut erbeten.

Sarazzin und Migration

Bild von Cem Üründül

Lasst uns vernünftig, ohne Tabus, ohne Rücksicht auf falsche Befindlichkeiten darüber reden. Es ist nicht falsch was er sagt sondern, wie er sagt (bzw. schreibt).

Gut, seine Kenntnisse über Genetik und Rhetorik sind -milde ausgedrückt- etwas unterirdisch. (Stammt er etwa von bildungsferne Schichten?)
Aber was er über überwiegende Masse der Migranten mit islamische Hintergrund in Großstädte von sich gibt, stimmt. Wenn wir jetzt immer noch eine ehrliche Diskussion verweigern, dann werden bald die "wildersartige" rechts-populistische Rattenfänger dies tun.

Übrigens, wir dürfen die Meinungsfreiheit (auch von Herrn Sarazzin) weder auf Alter der falsche Frieden, noch auf irgendwelche andere Alter opfern. Diese ist höchste Gut die wir zu verteidigen haben, komme was es wolle.

Vielleicht ein kluge Rat von Alexander Chase (amerik. Journalist) zum Schluß;
Alle Verallgemeinerungen sind falsch, diese eingeschlossen.

Wofür taugt das Werk von Thilo Sarazzin?

Bild von Barny Barnsteiner

Stellen wir mal die Frage in den Raum, ob aus seiner eigenen Geschichte etwas gelernt werden kann. Könnte er schon, aber will er wohl nicht. Wenn alle Juden, Muslime, Basken ein einheitliches Sippen Gen haben, ja dann wohl auch die Hugenotten. Mein lieber Herr Sarazzin über Genf aus Burgund kamen Ihre Vorfahren, verfolgt und froh in Westfalen damals eine Zuflucht gefunden zu haben. Und was sagte der Begriff Hugenotte denn damals aus, war es eine wohlwollende Bezeichnung für eine Glaubensgemeinschaft, oder vielmehr ein Spott- und Hohnname. Ja letzteres und wohlgelitten waren sie nicht die Hugenotten, sondern Verfolgte, die rasch ein neues Zuhause brauchten und es sich wohl dann auch irgendwann als ihre neue Heimat verdienter maßen ersessen haben. Niemand sollte vergessen, dass alle Völker dieser Welt sich von Zeit zu Zeit bewegt haben, Heimat ist ein Gefühl das der Generation zusteht die an einem Platz geboren und aufgewachsen ist, an diesem Platz siedelt und an dem Gemeinwesen des Platzes teilnimmt. Wir stehen heute am Anfang einer großen Völkerwanderung, die alte europäische Welt hat über Jahrhunderte hinweg die Pflöcke hierfür eingeschlagen. Die Deutschtümelei einer weniger könnte man getrost vergessen, ging es um die Betrachtung im historischen Sinn, den Irrweg verzeihen rein wissenschaftlich und das Buch in den Eimer treten. Aber es reicht leider nicht aus, das Buch einfach zu ignorieren, denn es hat historische Vorbilder und reiht sich, wenn auch mit einer anderen Zielrichtung was die betroffene Personengruppe angeht, ein, so könnte man an die „Hexenbulle“ des Papste Innozenz VIII (1484) und den dann später entstandenen „Hexenhammer“ des Dominikaner Heinrich Kramer (1486) denken. Oder aber das Werk Martin Luthers „Von den Juden und ihren Lügen“ der seinerzeit für die „Gäste“ und „Fremden“ im Lande bereits einen sieben Punkte Plan hatte an dessen Ende er die Vertreibung der nicht zu Bekehrenden nahe legt. Herren wie Heinrich von Treitschke (Die Juden sind unser Unglück 1879), Adolf Stöcker, Alfred Rosenberg, Julius Streicher, Martin Sasse stehen hier in Reih und Glied mit Thilo Sarazzin. Sie benutzen Halbwahrheiten, Zahlenwerke und pseudowissenschaftliche Abhandlungen, um die Ideologie und oder ihre Vorstellung zu untermauern. Sie schaffen in ihrem Handeln eine Rechtfertigungsgrundlage für Dritte, auch für deren Exzesse.
Von daher taugt das Werk von Thilo Sarazzin als Ausstellungsstück und Mahnung für die TOPOGRAPHIE DES SCHRECKENS.
Denn wer einer Bevölkerungsgruppe auf Grund ihrer Religion und deren Ausübung eine negative Eigenschaft zuschreibt ist der geistige Vater der Brandstifter der Religionshäuser.
Denn wer einer Bevölkerungsgruppe auf Grund ihrer Religion und deren Ausübung eine negative genetische Eigenschaft zuschreibt ist der geistige Vater von Gesetzen zur Reinheit des Blutes.
Denn wer einer Bevölkerungsgruppe auf Grund ihrer Religion und deren Ausübung ein bestimmtes soziales Merkmal (z.B. Schmarotzertum und Faulheit) zuschreibt, ist der geistige Vater von Neid, Plünderung, Besserungslagern und Aussonderung.
Denn wer einer Bevölkerungsgruppe auf Grund ihrer Religion und deren Ausübung eine Gefahr für das deutsche Volk und dessen Fortbestand zuschreibt ist ein BRANDSTIFTER und kein Biedermann.

Eduard Barnsteiner

Ohne Nationalistenfresser

Bild von Rolf Ullrich

Ohne Nationalistenfresser sein zu wollen, komme ich zu dem Ergebnis, Sarrazin wird für die SPD nicht zu halten sein. Der ehemalige Finanzsenator von Berlin legt die Finger durchaus in offene Wunden. Es ist ja nicht von einem relativ unverbindlichen Deutschengen oder einem Engländergen die Rede, sondern z.B. von einem Baskengen. Hier hält es doch jeder für wahrscheinlich, dass eine hypothetische genetische Reihenuntersuchung das gefürchtete Ergebnis zeitigen könnte. Da fragt man sich doch: "Wem nützt das". Auch ist die Gefahr groß, dass der Schuss nach hinten los geht. Ich möchte hier in Deutschland nicht auch noch ein Sorbenproblem haben.

Deutschland schafft die Wahrheit ab ...

Bild von Anonymous

Die Wahrheit darf in Deutschland schon lange nicht mehr öffentlich gesagt werden, da Altschuldgefühle als historisch Wertvoll einbalsamiert werden. Bloß nichts gegen Immigranten sagen, schwupps ist man in der Schublade für Rassismus, auch wenn wir schon knietief in der Sch.... stecken. Herr Sarrazin sagt das, was die Masse denkt - nicht nur fordern, sondern eigen Verantwortung übernehmen. Die Wahlergebnisse sind für viele Politiker immer noch keine deutliche Antwort auf die Missstände und deren Versagen der Politiker aller Parteien.

Immer schön im Chor singen, wer nicht mitsingt, wird einfach rausgeschmissen, so kann man mit Probleme auch umgehen, immer alles unter den Teppich kehren. Die Nachfolgegeneration wird´s schon richten, Deutschland das Land der Dummen und Reichen;)

Satire

Bild von Paramantus

Auf solche Menschen reagiert man am besten mit Satire: http://www.paramantus.net/?p=3660

Die Feigheit der SPD

Bild von freiheit

Die SPD schaut wie immer opportunistisch auf ihr muslemisches Migranten-Wählerklientel. Die Anbiederung Gabriels im NRW-Wahlkampf war schon extrem erschreckend, der Umgang mit Sarrazin ist ein weiterer Höhepunkt.
Auch wenn die SPD nach Jahren des Komplett-Versagens in der Integrations- und Zuwanderungspolitik die Probleme weiter unter den Tisch kehren will oder weitere Steuer-Milliarden in sinnlose Integrationsmassnahmen und in sinnfreies "Multikulti"-Geschwätz pumpt.
Die muslemische Parallelgesellschaft wird sich weiter rasant ausdehnen und der Islam wird weiter über dem Grundgesetz stehen.
Sarrazin hat wenigstens Mut und beschreibt treffend die aktuelle desolate Lebenswirklichkeit in Deutschland.
Toleranz, Freiheit und Offenheit als Grundprinzipien verkommen in der SPD zu hohlen Phrasen statt sie z.B. von muslemischen Migranten einzufordern.

Nach Sudel-Ede kommt nun Sudel-Thilo

Bild von Kurt Nickel

Was seinerzeit Karl-Eduard von Schnitzler in der DDR betrieb, nämlich die Hetze gegen Volksgruppen und Systeme, scheint nun Thilo Sarrazin in ähnlicher Form zu übernehmen.

Ob es nun reiner Eigennutz ist, um die Umsätze seiner Niederschrift anzukurbeln oder seine innige Einstellung und politische Überzeugung, mag nur er selbst beantworten können. Nur nehmen die Methoden hierzu inakzeptable Formen an.

Sicherlich ist in unserem Land so Einiges im Argen, besonders bezüglich der Integrationspolitik. Und man sollte zu Recht darauf hinweisen. Doch wenn die Kriminalitätsquote einer Volksgruppe hier in Deutschland wesentlich höher ist, als in ihrem Herkunftsland, dann liegt das sicherlich nicht an den Menschen, sondern eher an die Gesellschaft, die sie integriert. Gewisse Unstimmigkeiten in der Integrationspolitik berechtigen noch lange nicht die Diffamierung ganzer Völkergruppen.

Deutschland sollte sich entscheiden, ob es sich als ein offenes, multikulturelles Land präsentieren möchte oder nicht. Dann müsste man sich entgegen des Globalisierungsprozesses schlicht wieder einmauern. Zumindest in Teilbereichen, wie es schon einmal war. Ansonsten muss man akzeptieren, dass andere Kulturen auch andere Sitten und Gewohnheiten haben. Was natürlich nicht heißen soll, dass die Gesetze anderen Kulturen angepasst werden müssten. Dass hier Jeder, der zu uns kommt, sich unseren Regeln anpassen muss, steht außer Frage. Doch Rücksicht und Toleranz sollte man erwarten können.

In allen Phasen wirtschaftlicher Aufschwünge haben immerzu ausländische Mitbürger anderer Kulturen teilgenommen! Der Wohlstand und das soziale Netz ist auch ihnen zu verdanken!

Dass die Religion des Islam von Sarrazin in engen Bezug zum Terrorismus gestellt wird, ist für mich schon fast eine strafbare Handlung. Terrorismus ist nicht Kultur,- sondern Zeit,- und Situationsgebunden. Ich denke, dass gerade wir Deutschen einst die schlimmsten Terroristen auf dieser Welt waren. Gemessen an die Millionen Toten und den Grausamkeiten noch ein Vielfaches schlimmer als die Barbaren.

Insofern ist der Terror stets eine Abweichung der jeweiligen Epoche gewesen. Der heutige Terrorismus ist für mich auf die schlechte Politik der westlichen Welt zurückzuführen, die nach dem zweiten Weltkrieg begangen wurde. Und bestimmt nicht auf die Religion des Islam!!

Der Terror in der heutigen Form besteht erst seit wenigen Jahrzehnten, der Islam jedoch seit Jahrtausenden. Ich bin zwar selbst kein Moslem, doch so viel Augenmaß und Kenntnisse habe ich von der Religion, dass Sarrazin hier nur einzig Hetze betreibt, gefährliche Rechte Hetze!

Die SPD sollte darüber nachdenken, ob Sarrazin für die Partei noch tragbar ist. Sigmar Gabriel hatte ja schon durchblicken lassen, dass er sich schwer tut, ihn noch zu akzeptieren.

Ihn als Genossen in den eigenen Reihen zu haben, ist mir jetzt eher peinlich.

Dieser Mann sollte selbst mal darüber nachdenken, ob er denn nicht der falschen Partei angehört. Vor 70 Jahren hätte er sicherlich so richtig Karriere gemacht...

Bedenklicher als den einen Sarrazin

Bild von Thomas Wendt

Bedenklicher als den einen Sarrazin finde ich die vielen in der SPD, die mit ihrer Meinung nur rausrücken, wenn diese Meinung von oben frei gegeben wurde, die kleffen, wenn alle kleffen, die jährlich für den Kriegseinsatz in Afghanistan stimmen, weil es für ihre Karriere förderlicher ist. Nein, da ist mir der eine Sarrazin lieber, denn der ermöglicht immerhin durch seinen Beitrag auf diese Weise eine Diskussion.

Wer da nur eine Diskussion zur Person machen will, der muß blind durch das Land laufen. Da ist vieles im Argen und man sollte sich überdies noch einmal das Bundestagswahlergebnis der SPD vom September 2009 ganz genau ansehen, wenn man es sich weiter schön reden möchte. Der SPD wurde nur noch von wenigen die Lösungskompetenz und das Vertrauen zugesprochen.

Thilo Sarrazin gehört

Bild von Rudi Bernhardt

Thilo Sarrazin gehört offenkundig zu jener Sorte Menschen, die in der ständigen Angst leben, ihr Wort könne einmal kein Gehör mehr finden. Ergo meißelt er jedes Mal aufs Neue seine jeweiligen Thesen in härteres Material, sucht nach rüderen Formulierungen, drechselt gewagtere Gedanken in Buchstaben - damit sich möglichst Viele drüber aufregen und möglichst eine (dem Himmel sei Dank) schweigende Mehrheit sich überwiegend weiter schweigend hinter ihm versammelt.
Damit keine Irrtümer aufkommen: Sarrazin ist ein eitler Pfau, der nur seine Erkenntnisse für die Richtigen hält und der große Teile der republikanischen Menschen rücksichtslos durch den Kakao zieht, nur weil er ein paar Schlagzeilen erhaschen will. Eben das ist er, was an Politikern (wie auch an Journalisten) so wenig schätzenswert ist: selbtverliebt.
Und genau diese Selbstverliebtheit führt dazu, dass er längst mit allen seinen Äußerungen an den eigentlichen Probleme vorbei rauscht, sie völlig im Raum stehen lässt und Lösungsgedanken vermissen lässt. Bizarre Schaumschlägerei. Nebenher blinken aus seiner Biertresen-Mehrheitsmeinungs-Brühe noch nutzbringende Fettaugen. Seiner Gedanken zu bildungspolitischen Antworten auf die unzweifelhaft problematischen Bildungsgrundlagen vieler Menschen sind in weiten Bereichen völlig ok. Sie bilden quasi das intellektuelle Feigenblatt für den übrigen Gedankenmüll.
Ihn nun, nach der Veröffentlichung eines Buches, das wenige gelesen hätten, das viele nicht brauchten, dessen PR aber so gut ist, dass es rentengünstige Erlöse bringen wird, ihn nun aus unserer Partei ausschließen zu wollen, halte ich für albern. Siegmar Gabriel hatte angelegen Wolfgang Clements überflüssiger Öffentlichkeit den besten Spruch drauf: "Wenn wir jeden rausschmeißen, der blödes Zeug erzählt, sind wir bald sehr einsam!!" Das war für clementineske Pfauenradschlägerei zutreffend, das wäre auch jetzt zutreffend.

...mir graut davor

Bild von Rudi Bernhardt

Thilo Sarrazin gehört offenkundig zu jener Sorte Menschen, die in der ständigen Angst leben, ihr Wort könne einmal kein Gehör mehr finden. Ergo meißelt er jedes Mal aufs Neue seine jeweiligen Thesen in härteres Material, sucht nach rüderen Formulierungen, drechselt gewagtere Gedanken in Buchstaben - damit sich möglichst Viele drüber aufregen und möglichst eine (dem Himmel sei Dank) schweigende Mehrheit sich überwiegend weiter schweigend hinter ihm versammelt.
Damit keine Irrtümer aufkommen: Sarrazin ist ein eitler Pfau, der nur seine Erkenntnisse für die Richtigen hält und der große Teile der republikanischen Menschen rücksichtslos durch den Kakao zieht, nur weil er ein paar Schlagzeilen erhaschen will. Eben das ist er, was an Politikern (wie auch an Journalisten) so wenig schätzenswert ist: selbtverliebt.
Und genau diese Selbstverliebtheit führt dazu, dass er längst mit allen seinen Äußerungen an den eigentlichen Probleme vorbei rauscht, sie völlig im Raum stehen lässt und Lösungsgedanken vermissen lässt. Bizarre Schaumschlägerei. Nebenher blinken aus seiner Biertresen-Mehrheitsmeinungs-Brühe noch nutzbringende Fettaugen. Seiner Gedanken zu bildungspolitischen Antworten auf die unzweifelhaft problematischen Bildungsgrundlagen vieler Menschen sind in weiten Bereichen völlig ok. Sie bilden quasi das intellektuelle Feigenblatt für den übrigen Gedankenmüll.
Ihn nun, nach der Veröffentlichung eines Buches, das wenige gelesen hätten, das viele nicht brauchten, dessen PR aber so gut ist, dass es rentengünstige Erlöse bringen wird, ihn nun aus unserer Partei ausschließen zu wollen, halte ich für albern. Siegmar Gabriel hatte angelegen Wolfgang Clements überflüssiger Öffentlichkeit den besten Spruch drauf: "Wenn wir jeden rausschmeißen, der blödes Zeug erzählt, sind wir bald sehr einsam!!" Das war für clementineske Pfauenradschlägerei zutreffend, das wäre auch jetzt zutreffend.

Mit großer Belustigung habe

Bild von Anonymous

Mit großer Belustigung habe ich ihr unsachliches und unprofessionalles Buch zur Kenntnis genommen Herr Sarrazin.

Aber jetzt sollten sie und ihre Gesinnungsgenossen wirklich woanders weiterheulen, denn auch bei Berücksichtung der Tatsache, daß unser Volk auf natürlichem Wege verdummt, wissen doch sogar Sie, daß ich Recht habe.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Karl Dall

wer hat recht ?

Bild von birdy

seit wann ist man Ausländer feindlich wenn man die wahrheit sagt? warum wird immer alles schön geredet? wir lösen keine
probleme in dem wir den Kopf in den sand stecken.
Sarrazin übertreibt vielleicht ein bisschen aber im grunde hat er die Probleme erkannt, im gegensatz zu unseren Mandatsträgern und da meine ich leider auch die aus der SPD.
es gibt Probleme die keiner sehen will. z.b Rente, Gesundheit und Beschäftigung.
wie integriere ich jemanden der sich nicht integireren lassen will? wie bilde ich jemanden der sich nicht bilden lassen will ? wie beschäftige ich jemanden den ich gar nicht gebrauchen kann ? wer löst all diese Fragen ?

Mit großer Belustigung habe

Bild von Dr. Thilo Sarrazin

Mit großer Belustigung habe ich Ihren unsachlichen, unprofessionellen Artikel zur Kenntnis genommen.

Auch bei Berücksichtung der Tatsache, daß unser Volk auf natürlichem Wege verdummt, wissen doch sogar Sie, daß ich Recht habe.

Nichts als die Wahrheit!

Bild von Messalina

Man sollte nie seine beste Hose anziehen, wenn man hingeht, um für Freiheit und Wahrheit zu kämpfen. Zitats: Henrik Ibsen

Danke Herr Sarrazin, dass Sie noch Rückrat haben. Unsere Politiker sind vom Volk soweit entfernt wie der Himmel von der Hölle.

Frau Merkel sorgt sich umn das Wohl der Migranten.
Herr Sarrazin um das Wohl des Volkes....und die SPD schafft sich sowieso ab!

Niedergang der SPD

Bild von ProDiskussionsfreiheit

Die SPD war mal eine große Volkspartei, die sich u. a. im Kampf um die Meinungsfreiheit verdient gemacht und sich dringender gesellschaftlicher Probleme abgenommen hat. Statt sich nun mit Sarrazin`s zugebenermaßen provokanten, gleichwohl im Kern aber nicht falschen Aussagen sachlich zu befassen, wird nur diffamiert. Leute wie Gabriel sind nur noch opportunistische Kleingeister. Herr Sarrazin: Machen Sie bitte weiter!

Sarrazin

Bild von David Goldberg

Auch wenn heftig gequieckt und gebellt wird - Herr Sarrazin hat Recht mit seinen Befürchtungen und nur ein subjektiv verblendeter Journalist kann dagegen argumentieren !

Rechtsextremer Sarrazin?

Bild von lilliputberlin

Hat die SPD einen rechtsextremen, undemokratischen Flügel?
Vielleicht nicht Flügel, aber festzustellen ist wohl das sich die innerparteiliche Nicht-Auseinandersetzung mit dem Thema auf die Ausgrenzung des "Flügelmannes" kapriziert.
Vielleicht scheut man sich ja eine Diskussion anzustoßen ... käme vielleicht dann zum Vorschein das das "eitle Selbstdarstellungsmerkmal" Sarrazins auch in der SPD keine Einzelmeinung ist? Was sonst bewegt den Genossen Lölhöffel zu der Hoffnung Sarrazin möge aus der SPD austreten? Diese
"Nestsäuberung" muss die Partei wohl selbst durchführen.
Da würde aber einigen strammen "Gutmenschen" auffallen das man mit plakativem Integrationsblabla nichts bewegt.

Rechtsextremer Sarrazin?

Bild von Anonymous

Hat die SPD einen rechtsextremen, undemokratischen Flügel?
Vielleicht nicht Flügel, aber festzustellen ist wohl das sich die innerparteiliche Nicht-Auseinandersetzung mit dem Thema auf die Ausgrenzung des "Flügelmannes" kapriziert.
Vielleicht scheut man sich ja eine Diskussion anzustoßen ... käme vielleicht dann zum Vorschein das das "eitle Selbstdarstellungsmerkmal" Sarrazins auch in der SPD keine Einzelmeinung ist? Was sonst bewegt den Genossen Lölhöffel zu der Hoffnung Sarrazin möge aus der SPD austreten? Diese
"Nestsäuberung" muss die Partei wohl selbst durchführen.
Da würde aber einigen strammen "Gutmenschen" auffallen das man mit plakativem Integrationsblabla nichts bewegt.

Mit Kachingle und Flattr können Sie den Online-Journalismus auf vorwaerts.de unterstützen (wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel).

Das Aktuellste aus der Sozialdemokratie - der vorwaerts-Newsletter

Advertising