Vor allem dem „Vertriebsleiter“ Julius Motteler (am 18. Juni 1838 geboren, 1869 in Eisenach mit August Bebel Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei) ist es zu verdanken, dass "Der Sozialdemokrat" jede Woche durch die „Rote Feldpost“ illegal über die Grenze „geschmuggelt“ wurde.
Vertrauensmänner stellten die Zeitung über regionale „Feldpoststationen“ der steigenden Zahl von Abonnenten zu. So konnte der Zusammenhalt der Sozialdemokraten erhalten werden und die SPD die zwölfjährige Unterdrückung sogar gestärkt überleben. Der Ehrentitel „Roter Feldpostmeister“ führte für Motteler dazu, dass er erst 1901 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehren konnte. Als Leiter der Leipziger Volkszeitung setzte er bis zu seinem Tod 1907 seine erfolgreiche Arbeit für die sozialdemokratische Presse fort.
Quelle: vorwärts 6/2003
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