1,4 Millionen Kurzarbeiter im Juni Robuster Arbeitsmarkt?

von Vera Rosigkeit - 30.09.2009
Die Zahl der Erwerbslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 125.000 auf 3,346 Millionen gesunken, besser als erwartet. Tatsächlich aber liegt die Zahl der Arbeitnehmer in Kurzarbeit im Juni bei über einer 1,4 Millionen, Tendenz steigend. Dass der Arbeitsmarkt relativ stabil geblieben ist, ist deshalb in erster Linie das Ergebnis moderner und vorausschauender Politik, die massgeblich von der SPD geprägt wurde, erklärt Andrea Nahles. Und Recht hat sie.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich im September etwas besser entwickelt als erwartet. Im Vergleich zum August ist die Erwerbslosenzahl um 125.000 auf 3,346 Millionen gesunken. Das sind 266.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, teilte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise am Mittwoch in Nürnberg mit. Hauptgrund des Rückgangs sei die saisonübliche Herbstbelebung, erklärte Weise. „Dies ist jedoch keine Trendwende", fügte er hinzu und verwies unter anderem auf gut 1,4 Millionen Arbeitnehmer, die aus konjunkturellen Gründen kurzarbeiten mussten. Kurz gesagt: Ohne die Initiative aus dem SPD-geführten Arbeitsministerium sähen die Zahlen bedeutend schlechter aus.

Die arbeits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles wertete die Zahlen denn auch als Erfolg der aktiven Arbeitsmarktpolitik der SPD: "Unsere Arbeitsmarktpolitik hat die Grundlagen für die Zukunft gelegt", sagte sie. Zu Recht wies  Nahles darauf hin, dass durch Kurzarbeit ein stärkere Anstieg verhindert werden konnte. Und dies wiederum hat zu einer Stabilisierung der Beschäftigung beigetragen.

Tatsächlich weisen laut BA-Statistik erste Schätzungen für den September auf konjunkturelle Kurzarbeit für 90.000 bis 100.000 Personen hin. Dies seien etwa so viele wie im Vormonat. Auch das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot sei im zweiten Quartal 2009 deutlich unter dem Vorjahresniveau geblieben. Ebenso der Stellenindex der BA, der ein Nachlassen der Kräftenachfrage im Vorjahresvergleich signalisiere.

http://www.arbeitsagentur.de

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Channel: Wirtschaft  
AutorIn: Vera Rosigkeit  

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