von Joris Steg - 08.09.2009
Die Juso-Hochschulgruppen setzen sich für eine fortschrittliche Bildungspolitik ein. Bildung soll als Menschenrecht angesehen werden und für jedermann zugänglich sein, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern. Die Ziele sind klar und deutlich formuliert: Gebührenfreiheit für alle, ein starkes Bafög, den gerechten Bildungssoli, demokratische Hochschulen und einen freien Zugang zum Masterstudium. Kerstin Rothe, die Bundesvorsitzende der Juso-Hochschulgruppen, prangerte in Berlin das „hoch selektive Bildungssystem“ in Deutschland an. Sie verdeutlichte die Schlüsselfunktion von Bildung für die Zukunft und warnte vor einem Kahlschlag im Bildungssystem bei Schwarz-Gelb. Die würden Studiengebühren einführen, das Bafög abschaffen wollen und offene Hochschulen nur für die Kinder von Besserverdienenden anstreben.
Bildungssoli einführen
Die SPD hingegen kämpft für ein sozial gerechtes und solidarisches Bildungssystem. Sie ist auch die einzige Partei, die ein konkretes Finanzierungskonzept für die Ausgaben in Bildung hat, nämlich den Bildungssoli auf sehr hohe Einkommen. Eva Högl nannte den Bildungssoli einen „hervorragenden Vorschlag“ und forderte „Priorität für Bildung“. Die SPD würde klar sagen, wo das Geld für Investitionen in Bildung herkomme, während Union und FDP Steuersenkungen in Milliardenhöhe ohne Gegenfinanzierung versprächen. Franzi Drohsel verwies darauf, dass „Bildung ein zentrales Thema ist“ und hielt den SPD-Vorschlag für sinnvoll, dass starke Schultern mehr leisten als schwache, um die nötigen Investitionen in Bildung zu ermöglichen. Kajo Wasserhövel betonte ebenfalls, „wie entscheidend Bildung und Bildungschancen sind“. Deshalb fordere die SPD auch einen gebührenfreien Bildungsweg von der Kita bis zum Studium. Die SPD nehme die Aussage, dass Bildung ein Menschenrecht ist, sehr ernst. Zuletzt verdeutlichte Wasserhövel noch einmal, dass es bei der Bundestagswahl am 27. September um gravierende Fragen, dass es um die Zukunft des Landes gehe.
Der Auftakt der „Reiche Eltern für alle“-Tour zeigte eindeutig: Wer einen gebührenfreien Bildungsweg von der Kita bis zum Studium und ein sozial gerechtes und solidarisches Bildungssystem möchte, bei dem jeder die gleichen Chancen und Zugänge hat, der muss am 27. September für eine starke SPD sorgen.
Weitere Informationen und die Tourdaten unter: www.jusohochschulgruppen.de
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