Studie der Ebert-Stiftung Mut machen für Demokratie

von Gabriele Nandlinger - 29.06.2010

Der Text erscheint mit freundlicher Genehmigung des "Blick nach Rechts".

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus ist seit Jahrzehnten eine Daueraufgabe der Demokratie. Wie aber sieht effektive Arbeit gegen Rechtsextremismus aus, welche Maßnahmen sind hilfreich? Und welche Akteure sind dabei besonders wichtig? Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zu diesen Fragen eine neue Studie vorgelegt.

Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssten bei der Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus zusammenwirken, hebt der Magdeburger Politikwissenschaftler Roland Roth hervor. Für die Friedrich-Ebert-Stiftung hat er die Broschüre  „Demokratie braucht Qualität“ verfasst. Erfolgreiches Handeln gegen Rechtsextremismus sei auf Dauer nur möglich, wenn in allen Bereichen angesetzt und ein produktives Zusammenwirken gesucht werde, so Roland Roth bei der Vorstellung am Montag in Berlin.

Neonazis auf Socken vor Gericht

In der Broschüre werden ein gutes Dutzend ausgewählter positiver Beispiele alltäglicher Praxis aus den Handlungsfeldern Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufgeführt. Für den Bereich des staatlichen Handelns gilt, dass die Organe hier viel tun könnten durch eine kreative Nutzung des Rechts. Als Beispiele werden die exzessive Nutzung des Versammlungsrechts durch die Polizeidirektion Passau oder die aufsuchende Polizeiarbeit im Rems-Murr-Kreis genannt. Lob gibt es auch für den phantasievollen Einsatz gerichtlicher Mittel durch den Jugendrichter Andreas Müller am Amtsgericht Bernau, bei dem Neonazis ihre Springerstiefel ausziehen und auf Socken erscheinen mussten.

Aber: Staatliches Handeln allein könne wenig ausrichten, wenn es an entsprechenden Initiativen in der Zivilgesellschaft fehle oder rechtsextreme Tendenzen in der Wirtschaft geduldet oder gar unterstützt würden. Gerade die Zuwandererfrage sei in Ostdeutschland ein Standortfaktor erster Güte, betont Roland Roth. Die Unternehmen sollten hier auch in das Gemeinwesen hineingehen und Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit unterstützen. Hilfreich sei beispielsweise die Verbindung von unternehmerischem Engagement und gezielter Integrationspolitik wie es die „Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe“ und das „Nutzwerk Spätaussiedler“, Brandenburg darstellten.

Als positives Beispiel guter Praxis wird unter anderem auch die konsequente Umsetzung des betrieblichen Handlungskonzepts eines Stahlkonzerns in Eisenhüttenstadt genannt. Das vielfältige Engagement des Unternehmens für Respekt und Vielfalt war entstanden, nachdem es im Jahr 1997 brutale fremdenfeindliche Gewalttätigkeiten von Auszubildenden des Betriebs gegeben hatte.

Verteidigung ziviler Normen

Für den Magdeburger Wissenschaftler Roth haben insbesondere die Bundesförderprogramme dazu beigetragen, dass sich in Deutschland in der Zivilgesellschaft ein hohes Maß an Professionalität und Kompetenz entwickeln konnte. Hervorgehoben wird von Roth insbesondere die Arbeit der „Mobilen Beratungsteams“ und der zivilgesellschaftlich organisierten Opferberatung. Darüber hinaus hätten sich aber vielerorts auch Bürgerzusammenschlüsse gebildet, die mit vielfältigen Aktionen und Angeboten die lokale politische Kultur zivilisierten.

Die Qualität zivilgesellschaftlicher Strategien gegen Rechtsextremismus zeichne sich aber nicht zuletzt dadurch aus, dass Zivilitätsnormen wie Gewaltfreiheit auch dann nicht außer Kraft gesetzt würden, wenn der Gegner dies tue. So seien gerade friedliche Sitzblockaden gegen Naziaufmärsche zur „guten Praxis“ im Sinne entschlossenen Engagements geworden, mit dem öffentliche Räume und zugleich zivile Normen verteidigt würden, so Roland Roth.

Der Politikwissenschaftler fordert eine konsequente Antidiskriminierungspolitik und bemängelt eine fehlende öffentliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung in der Bundesrepublik Deutschland. Das in der Studie erhobene Postulat „Demokratie braucht Qualität“ benötigt aktive Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen und es mitgestalten. Und demokratische Erfahrungen stellten den wichtigsten Schutzfaktor gegen Rechtsextremismus dar, betont Roland Roth. Mehr Demokratie bedeutet schließlich auch deren Stärkung.

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Demokratie

Bild von Raabe

wir sind so fokussiert darauf ja nicht in die rechtextremistische Ecke gestellt zu werden, dass das politische Establishment sich nicht traut die wahren Verhältnisse in Deutschland beim Namen zu nennen. Es gibt sehr viele fleissige, in Deuschland intergrierte Zuwanderer. Aber ... es gibt eben auch die zunehmend grösser werdende Gruppe Zugewanderter mit deutschem Pass, die versuchen uns ihr Weltbild aufzudrängen. Ich möchte hier erinnern an den schrecklichen Wohnhausbrand eines überwiegend von türkischen Familien bewohnten Hauses. Die Feuerwehr wurde bezichtigt langsamer als üblich zum Brandort gekommen zu sein!
Wir haben unseren Zuwanderern durchaus Freundschaft und Respekt entgegengebracht. Was uns zunehmend entgegenschlägt ist Verachtung, weil wir vermeintlich schwach und dumm genug sind, diesen Menschen ein Einkommen ohne eigenes Zutun zu ermöglichen.

Demokratie wagen...??! Einfach MACHEN !

Bild von J.E.Gesang

Jetzt getrost einmal zynisch gefragt zum Wörtchen " wagen"!
Das impliziert jedenfalls ein stilles Eingeständnis , dass es im Lande D weißgott nicht so demokratisch zugeht, wie es langsam nach 65 Jahren seit dem Ende des 2ten Weltkrieges und einer Fülle von Umerziehungsprozeßen obrigkeitlicher " Anweisungen " zugehen könnte.

Als anschauliche Beispiele des "verordneten"verbalen und normativen Zwanges, immer schön entlang des erlaubten, geistigen Zwangskonsens reden, schreiben, denken zu müssen, bieten die Beispiele Oskar Lafontaine ( SPIEGEL "...stehengebliebener Ewiggestriger", also quasi Irrer ), dann das Beispiel des Ex-Richters aus Hamburg, Ronald B. Schill, und aus jüngsten Tagen Beispiel des Dr. Th. Sarrazin und- das der verstorbenen Richterin Kirsten Heisig.

Diese durchaus ehrbare Frau allerdings derart zu beleidigen, wie es die eben genannten sich bis heute tagtäglich aufs Neue bieten lassen müssen, sie ebenso zu verunglimpfen und mit recht unintelligenten aber gesinnungsethisch KONFORMEN Schnellschuß-Aufklebern wie " Ausländerfeind", "Rechte-Soßenbraut" zu nennen, ja davor schützte sie ganz offenbar nur die Pietät der vermeinlich ordentlichen Gesinnungs-Schreihälse. Heisig wählte den Freitod.

Thomas Gottschalk, wohnhaft teils in Malibu, Bundesstaat California, weiß, wovon er redet, wenn er vor ein paar Tagen sagte, "...in USA geht man noch viel härter gegeneinander an und mit sich um, dagegen ist Thilo Sarrazin ein harmloses -moderates - Mäuschen"!

Ich und ein Politologe beschäftigen uns bereits seit ca. 1990 u. a. auch mit all den Fragen rund ums Thema EInwanderungen. Hier, im angeblich demokratischen Lande D, dürfen ja nicht mal die täglich neu entstehenden und konstant anwachsenden DAUERKOSTEN und die nie betrachteten FOLGEFOLGEKOSTEN sozialer, ökonomischer, gesundheitlicher,medizinischer oder kriminologischer Art öffentlich objetiv kritisch herangezogen werden, ohne dass einem die kindlich gutmenschlichen Bewertungen kräftigst um die Ohren gehauen werden.

ja nicht einmal der Herr Sarrazin hatte es sich getraut, sich die entstandenen und weiter entstehenden Gesamtkosten der Einwanderungen einmal viel genauer anzuschauen,
Wobei es - und da hörts auf- obendrein seitens der Politik, seitens der devoten Chefredaktionen genossen zu werden scheint, wenn jemand mit klarem und IDEOLOGIEFREIEN Realblick mit Verbaldreck aller Güteklassen beworfen werden darf. Eine PATHOLOGISIERUNG ist dabei selbstverständlich ( siehe oben, siehe aktuell die wütenden Bürger zu Stuttgart 21 ).

Alles innerhalb von nur 5 Wochen aus nächster Nähe erlebt...
Geert Wilders ( Nachrtichtensendung RTL und andere ) O-Ton, "...der blondierte Rechte Wilders").

Und welcher Redakteur hätte die Traute und das Rückrat, den Herrn Dr. Westerwelle als, " pockengesichtigen Schwulen " Populist in den Nachrichten darzubieten? Die Kanzlerin Dr, Merkel als " modisch geschmacklose Schwabbelbacke " anzukündigen?!
Keiner. Weder Chefredaktuere noch Journalisten haben dazu den gleichen Mut, wie sie ihn aber umgekehrt jeden Konsenskritischen gnadenlos beleidigen können und- dürfen! Ich nenne das schlichtweg Feigheit vor der eigenen Obrigkeit, gepaart mit dem munteren ABWÄRTSTRETEN- auch so eine schöne deutsche Fachdisziplin wie mir scheint... Oder den DIEB und Plünderer der Rentenkassen, Dr. Helmut Kohl als "fetten Raubzügler" in die Geschichte eingehen zu lassen. UNDENKBAR...Oder meinetwegen auch nur die Bezeichnung als Begriff im Duden zu verewigen...
So gehts nicht, meine ich schon langer. ABer leider gehts ja doch, wie wir täglich erleben müssen.

Also lautet meine Forderung, nicht mehr Demokratie wagen, sondern einach MACHEN. Wir brauchen niemanden um gönnerhafte Erlaubnis zu fragen:):):)!

Das sind hier nur kleine, aber wie ich meine, grundwichtige Unterschiede, die es auch anzuschauen gilt.
Hier der brave gute UNTERLING, der alles darf, dort der gereitze KRITISCHE; mit dem man alles machen darf, sobald er die fein gestrickten Sprachgültigkeiten zu durchbrechen seint. REINAHAUEN was das Zeugs hält.
WOllen doch mal sehen, wer hier herrschen darf :):)
MOdern wird hier mehr und mehr die widerliche Methode der
Pathologierung ( B. Pasternak, A. Solschenyzin) aller unbequemen kritischen Köpfe...

Ich meine, hier ist höchste Achtsamkeit überfällig.
Schöne Grüße, J.E.Gesang

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