Wie der RCDS über das Xing-Profil Metzlaffs erfahren hat, studiert die SPD-Nachwuchspolitikerin Tourismus- und Eventmanagement am European Business College in Düsseldorf. Für das Studium an der privaten betriebswirtschaftlichen Fachhochschule zahlt sie 3540 Euro im Semester. Daneben wirbt die Studentin auf SPD-Plakaten mit dem Spruch „Bildung darf nicht vom Konto der Eltern abhängen“ für ein gebührenfreies Studium. Der RCDS sieht darin eine „Frechheit gegenüber allen Eltern, die hart arbeiten, um ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen" und nichts weniger als eine "bildungspolitische Blamage der SPD".
Was ebenfalls aus dem Xing-Profil der Studentin hervorgeht, der RCDS aber nicht erwähnt: Jennifer Metzlaff finanziert sich ihr Studium über verschiedene Jobs selbst. Die klare Antwort der Studentin auf ihrem Profil ließ daher auch nicht lange auf sich warten: "Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Mein Studiengang wird nicht an einer staatlichen Schule angeboten. Gerade weil ich weiß, wie schwierig es ist, Studiengebühren zu bezahlen, bin ich gegen generelle Studiengebühren, wie sie CDU und FDP für alle Unis in NRW eingeführt haben."
Auch der SPD-Wahlkampfleiter, Kajo Wasserhövel, bezeichnete die Attacke der Union-Hochschulgruppe heute in Berlin als absurd. „Es ist schon äußerst merkwürdig, wenn man einer Studentin, die unter Studiengebühren leidet, vorwirft, gegen Studiengebühren zu sein.“ Eine solche Denkweise sei nicht nachvollziehbar und bedürfe schon einer spezifischen RCDS-Sozialisation.
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