Der BUND hatte in den zurückliegenden Wochen allen Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien einen Fragenkatalog zur Umweltpolitik gesandt. Zu den Unterstützern des Aufrufes gehören Brigitte Zypries und Sigmar Gabriel sowie weitere prominente Kandidatinnen und Kandidaten der SPD. Insgesamt haben inzwischen mehr als zwei Drittel der angeschriebenen Direktkandidaten geantwortet. Von diesen lehnen 75 Prozent längere Laufzeiten für Atomkraftwerke ab, darunter auch elf Kandidaten der Union und zehn von der FDP.
Olaf Bandt, Direktor für Politik und Kommunikation bei BUND, sagte dazu heute: „Die Allianz gegen einen Ausstieg aus dem Atomausstieg wird zunehmend breiter. Tausende Bürgerinnen und Bürger haben das Anti-Atom-Manifest inzwischen unterschrieben.“ Dass vor den Wahlen jetzt auch Vertreter konkurrierender Parteien gemeinsam gegen Laufzeitverlängerungen votieren, sieht Bandt als ein Lichtblick für die Zukunft der Energiepolitik in unserem Lande. Es gebe viele gute Gründe gegen die Atomkraft, aber keine dafür. „Atomkraft ist mit extremen Risiken verbunden und verzögert den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien.“
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