"Das Rennen ist wieder offen", erklärte Frank Walter Steinmeier am Freitag in Berlin: "Die Union fällt in sich zusammen. Der Vorsprung von Schwarz-Gelb schmilzt wie ein Eis in der Sonne", sagte der SPD-Kanzlerkandidat auf einer Wahlkampfkundgebung vor dem Brandenburger Tor. Seit dem TV-Duell vor zwei Wochen kämpfe die SPD mit Rückenwind. Steinmeier ist überzeugt: Das SPD-Ergebnis werde besser sein als die Umfragen.
Steinmeier warnte vor einer schwarz-gelben "Koalition der Vergangenheit". Das hätte Steuersenkungen für wenige und sozialen Kahlschlag bei vielen zur Folge. Steinmeier ist überzeugt, dass dieser Kurs ein Weg "gegen die Mehrheit der Menschen" wäre, der das Land zerreißen würde. Einschnitte bei Rente, Gesundheit und Bildung wären absehbar.
Kämpferisch gab sich der Kanzlerkandidat: "Wer aufholen kann, kann auch überholen".
Kopf-an-Kopf-Rennen
In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und "Stern" hat die
Union weitere zwei Prozentpunkte verloren. Damit kämen Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Grün jeweils auf 47 Prozent der Stimmen.
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