Interview "Krise geht an Erneuerbare-Energien-Branche vorbei"

von Karsten Wiedemann - 13.08.2009

Hanno Fecke ist Chef der Messe in Husum. Dort finden jährlich die Leitmessen "HUSUM WindEnergy" sowie "new energy husum" statt.

www.messehusum.de


Hanno Fecke kandidiert für die SPD im Wahlkreis Nordfriesland / Dithmarschen-Nord für den Bundestag.

www.hanno-fecke.de

Grüne Technologien zeigen sich in der Wirtschaftskrise äußerst stabil. "Sowohl die Unternehmen, als auch das Umfeld, also zum Beispiel die Messen, wachsen mit teilweise 25 bis 30 Prozent pro Jahr", sagt der Chef der Messe Husum und SPD-Kandidat für die Bundestagswahl, Hanno Fecke. Im Interview mit vorwärts.de spricht Fecke über das Potential von Off-Shore Windenergie und den Standort Husum.

vorwärts.de: Herr Fecke, im August soll Strom aus Deutschlands erstem Off-Shore Windpark Alpha-Ventus vor Borkum fließen. Welches Potential hat die Off-Shore-Windkraft Ihrer Meinung nach in Norddeutschland?

Hanno Fecke: Da steckt ein gewaltiges Potential drin, wenn man allein sieht, wie viele Menschen sich am Off-Shore Windpark Butendiek beteiligt haben. Nun ist die Politik gefragt, die Rahmenbedingungen so zu stecken, dass wir das Potential auch nutzen können. Bisher besteht die Schwierigkeit, dass die Erdkabel vor Ort gar nicht ausreichen, um die Menge an Strom in das Netz einzuspeisen. Da muss noch nachgesteuert und investiert werden.

Die Messe „new energy husum“ wird im nächsten Jahr erneut wachsen. Geht die Wirtschaftskrise an der Erneuerbaren-Branche vorbei?

Vollkommen. Das ist eine Brache, die von diesen Krisenerscheinungen überhaupt nichts spürt. Sowohl die Unternehmen, als auch das Umfeld, also zum Beispiel die Messen, wachsen mit teilweise 25 bis 30 Prozent pro Jahr.

Husum beherbergt zwei Leitmessen der Erneuerbaren-Energien-Branche. Was macht den Standort aus?

Wir sind sozusagen das Geburtsland der Erneuerbaren-Energien-Branche, viele Firmen sind hier direkt vor Ort verhaftet. Auch Branchengrößen wie Vestas oder RePower haben hier Standorte. Husum ist so etwas wie das kulturelle Denkzentrum für die Branche.

Die großen Firmen sitzen hier gemeinsam in einem „Haus der Zukunftsenergien“. Für viele ist Husum der ‚Place to be’, auch wenn wir, was die Infrastruktur angeht, keinen besonderen Vorteil zu anderen Standorten haben.

Interview: Karsten Wiedemann

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Channel: Inland  
Bundesland: Schleswig-Holstein  
AutorIn: Karsten Wiedemann  

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