Thomas Pfeiffer ist Diplom-Pädagoge mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Medienpädagogik. Mit seinen statistischen Untersuchungen zu "Microblogging" will er erforschen, wie die Gesellschaft sich durch web2.0 und "social media" verändert. Thomas Pfeiffer moderiert auch die Xing-Gruppe "Microblogging" und arbeitet als web2.0-Entwickler in München.
Wie entstand die Idee zu ersten deutschen Twitter-Umfrage?
Twitter ist momentan in aller Munde. Immer mehr Firmen, Marken, Politiker und Privatpersonen melden sich bei dem Microblogging-Dienst an. In Deutschland sind derzeit etwa 40.000 Accounts angemeldet, jede Woche kommen derzeit über 1000 neue Accounts hinzu. Momentan kann niemand genau sagen, was das für Menschen sind, die sich auf Twitter untereinander austauschen. Um hier Antworten geben zu können, habe ich die Twitterumfrage.de gestartet.
Die Umfrage ist seit Sonntag, 18 Uhr freigeschaltet. Noch am Sonntag abend haben über 1000 Personen teilgenommen, mittlerweile sind es knapp 2500. Der schnelle Anstieg zeigt, welch schnelles Medium Twitter ist.
Mit Twitter ist es möglich, in sehr kurzer Zeit viele Menschen zu erreichen. Das zeigt die Mobilisierungsgeschwindigkeit für die Twitterumfrage.
Microblogging ist ein Dialogmedium, mit dem man direkt, aber öffentlich miteinander kommunizieren kann. Wenn man es geschickt einsetzt, kann man sich gegenseitig das Gefühl geben, in direktem Kontakt miteinander zu stehen und dadurch Meinungen und Prozesse zu beeinflussen.
Es wurden auch schon gute Erfahrungen auf (Fach-)Konferenzen mit Twitter gemacht: Dort wurden alle Twitternachrichten, die ein bestimmtes Schlagwort (z.B. #spd) enthielten, an eine Großbildleinwand projiziert. Auf diese Weise konnten sich auch Menschen aus dem Publikum in eine Diskussion einbringen und die Stimmung unter den Teilnehmenden wurde klarer erkennbar.
Eigene Twitteraccounts können vor allem für Kommunal- und Landespolitiker interessant sein, die durch ihren spezialisierteren Fokus engeren Kontakt zu "den Menschen da draußen" halten können. Inwiefern das auch für Bundespolitiker oder gar Regierungsmitglieder gilt, wird die Zukunft zeigen.
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