Horst Köhler erhielt im ersten Wahlgang 613 Stimmen, für Gesine Schwan stimmten 503 Mitlgieder der Bundesversammlung. Peter Sodann, Kandidat der Linkspartei erhielt 91 Stimmen. Der Kandidat der NPD erhielt vier Stimmen.
Müntefering: Schwan wäre gute Bundespräsidentin gewesen
SPD-Chef Franz Müntefering beglückwünschte Köhler im Namen seiner Partei. Die SPD wünsche Köhler Mut und Kraft, betonte Müntefering. Müntefering dankte Schwan für ihre Kandidatur. "Die Abstimmung ist so ausgegangen, wie sie ausgegangen ist. Wir sind stolz auf Gesine Schwan", so der SPD-Chef. Schwan habe mit ihrer Kandidatur "praktische Demokratie gelebt". "Es bleibe Schwans Verdienst, mit ihrem Engagement in den vergangenen Monaten die öffentliche Debatte weit vorangebracht zu haben. "Mit dieser Frau hätte Deutschland eine gute Bundespräsidentin gehabt, kein Zweifel."
Die rechtsextreme NPD hatte versucht Beginn der Bundesversammlung versucht, die Sitzung durch Anträge zu verzögern, scheiterte aber mehr als deutlich. Die vier NPD-Wahlmänner hatten durchsetzen wollen, dass sich ihr Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten der Bundesversammlung vorstellen kann. Die Anträge der NPD wurden aber mit 1220 zu 4 Stimmen abgelehnt.
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