„Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren moderner und offener geworden“, erinnerte Steinmeier. Dies verdanke die Bundesrepublik nicht zuletzt dem Engagement von rund 23 Millionen ehrenamtlich Tätigen. „Sie sind ein Hoffnungszeichen für eine bessere Gesellschaft“, sagte der Kanzlerkandidat vor rund 200 Teilnehmern des Fraktionskongresses „Freiwillig – im Dienste der Gesellschaft“ im Willy-Brandt-Haus in Berlin.
Auch die Ehrenamtlichen fühlten sich ab und zu allein gelassen, das wisse er, so Steinmeier. Umso wichtiger sei es, dass die Politik ihr Engagement mithilfe vernünftiger Rahmenbedingungen und finanzieller Unterstützung absichere. „Ihr Einsatz darf nicht an der Bundeshaushaltsförderung scheitern.“ Mit der so genannten Übungsleiterpauschale, die unter Willy Brandt eingeführt und von der rot-grünen Bundesregierung ausgebaut worden sei, sowie der „Ehrenamtspauschale“ seien bereits wichtige Schritte unternommen worden. Dennoch müsse sich die Politik weiter für die Freiwilligen stark machen.
Denn: „Aus dem bürgerlichen Engagement zieht der demokratische Staat seine Kraft“, so Frank-Walter Steinmeier. Es sei unverzichtbar, wenn es um die Aktivierung von Werten wie Freiheit, Gerechtigkeit, Eigenverantwortung und Teilhabe an der Gesellschaft gehe. Dies gelte zunehmend auch grenzüberschreitend. Internationale Freiwilligendienste wie das Programm „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder „kulturweit“, das jungen Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland ermöglicht, unterstrichen die Ausrichtung auf die Zukunft. Und so ist Steinmeier sicher: „Die Initiativen werden der Globalisierung ein neues Gesicht geben.“
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