FPÖ bestreitet Wahlkampf mit übler Plakatkampagne Giftpfeile mit „Wiener Blut“

von Gabriele Nandlinger - 02.09.2010

Dieser Beitrag erschien im blick nach rechts, bnr.de

Offenbar wie gerufen kommt der extrem rechten FPÖ in Wien die Debatte im Nachbarland Deutschland über die umstrittenen Thesen des Bundesbankvorstandsmitglieds und SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin: „Lieber Sarrazin statt Muezzin“, reimen die rechtslastigen Freiheitlichen und warnen vor „zunehmender Islamisierung“.

Im aktuellen Wahlkampf heißt es auf ihren Plakaten: „Mehr Mut für unser Wiener Blut“ – und in der Unterzeile: „Zuviel Fremdes tut niemandem gut“.

Als Anleihe bei der „‘Blut-und-Boden-Diktion’ des Nationalsozialismus“ hat der Wiener SPÖ-Landessekretär Christian Deutsch die Plakatkampagne der FPÖ kritisiert. Für die Wiener ÖVP-Chefin Christine Marek stellt das FPÖ-Plakat eine miese und üble Provokation dar, eine dumpfe „Botschaft mit vielen Giftpfeilen“, die im Sinne des Zusammenlebens unverantwortlich sei.

Der FPÖ-Vorsitzende Hans-Christian Strache kann an dem Slogan nichts Anstößiges finden, das sei schließlich ein „positives Bekenntnis zur Wiener Identität, zur Wiener Kultur“, führt er in einem Wahlkampfvideo aus. Und damit sei keine „kopftuchtragende Kultur“ gemeint, legt er nach. Strache wirft der SPÖ vor, im Bereich der Integration versagt zu haben. Überhaupt mache die SPÖ den Eindruck, zu einer Islamistenpartei geworden zu sein, so Strache.

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