Demo für Atomausstieg Gelungene Probereaktion

von Maike Rocker - 12.04.2010
Es war die Generalprobe und gleichzeitig ein deutliches Zeichen. In über 50 Städten bundesweit fanden am vergangenen Samstag Auftakt-Menschenketten für den Atomausstieg statt. Zwei Wochen vor der geplanten 120 Kilometer langen Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein gingen auch in Berlin Hunderte Bürger gegen Laufzeitverlängerungen für Atommeiler auf die Straße.

Mit einer Menschenkette zwischen den Zentralen des Stromversorger Vattenfall und RWE an der Friedrichstraße demonstrierten sie gegen die verfehlte Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Daniel Buchholz, der stellvertretende Berliner Landesvorsitzende Marc Schulte sowie die SPD-Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug reihten sie sich in die Kette ein.

Schon vor dem offiziellen Start der Kette bot sich auf der Chausseestraße ein buntes Bild: Luftballons mit dem Slogan „Atomkraft abschalten“, Atomkraftwerke zum Aufblasen, Großtransparente der verschiedenen Teilnehmergruppen und La-Ola-Wellen begrüßten die Passanten schon von Fern und luden sie zum Teilnahme an der großen KettenreAktion-Menschenkette am 24. April ein. Ein besonderes Highlight waren die verschiedenen Rhythmus- und Sambagruppen, darunter auch die „Sambakids“ aus Berlin.

Gabriel und Nahles bei der großen Kette am 24. April

Mitorganisator Christoph Bautz von der Nichtregierungsorganisation Campact hob in seiner kurzen Ansprache die besondere Bedeutung hervor, den der Neustart des breiten Bündnisses von umweltpolitisch aktiven Nichtregierungsorganisationen mit den ehemaligen Regierungsparteien der rot-grünen Koalition ausdrückt. Allen Beteiligten sei klar: Nur gemeinsam lässt sich der beschlossene Atomausstieg verteidigen.

Auch in anderen Städten wie München, Potsdam oder Leipzig ging die SPD mit ihren Bündnispartnern am 10. April auf die Straße. Die Auftakt- Menschenketten boten einen gelungenen Start und lieferten Werbung und Motivation für die Schlussmobilisierung für die große Kette am 24. April. An der werden auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles teilnehmen.

In einem breiten Bündnis mit lokalen Umweltinitiativen, kirchlichen Bündnissen und weiteren Parteien machen sich die Sozialdemokraten an diesem Tag für den unter Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg stark. Die 120 Kilometer lange Kette soll ein unübersehbares Signal sein: Für eine zukunftsorientierte Energieversorgung in Deutschland und gegen die rückwärtsgewandte Atompolitik der Bundesregierung.

Fahrkarten für Busse und Züge sowie Gratis-Mobilisierungsmaterialien unter zukunft-statt-atom.spd.de und anti-atom-kette.de

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Channel: Umwelt und Energie  
Bundesland: Berlin  
AutorIn: Maike Rocker  

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