Institut Solidarische Moderne Für eine linke Alternative

von Franziska Drohsel - 23.02.2010
Seit 20 Jahren gibt es in Deutschland eine Mehrheit links der Mitte, ohne dass sie sich im gesellschaftlichen Klima oder in Regierungsmehrheiten widerspiegelt. Anders als notwendig ist die politische Linke in Deutschland mehr mit der gegenseitigen Abgrenzung beschäftigt, als gemeinsam Alternativen zu entwickeln. Damit soll jetzt Schluss sein!

Am 31. Januar hat sich das Institut „Solidarische Moderne“ gegründet. Es soll eine Denkfabrik werden, die der neoliberalen Hegemonie in Politik und Alltagsverständnis etwas entgegenzusetzen hat und Gegenhegemonie entwickeln will.

Parteienvertreter links der Mitte, Protagonisten sozialer Bewegungen und die Wissenschaft sollen dabei zusammenkommen, um jenseits von Parteiproporz und Machtgeklüngel in einem offenen Diskurs Gemeinsamkeiten und Gegensätze zu diskutieren. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu übertünchen. Ganz im Gegenteil für mich geht es darum, diese Differenzen zu diskutieren und herauszufinden, was gemeinsame Projekte für eine linke Alternative sein können.

Mit dabei sind viele Vertreterinnen und Vertreter der Grünen (Sven Giegold, Arvid Bell, Ludger Vollmer), der Linkspartei (Katja Kipping, Wolfgang Neskovic, Michael Brie), der SPD (Hermann Scheer, Andrea Ypsilanti, Marco Bülow), der Wissenschaft (Klaus Dörre, Sonja Buckel, Birgit Mahnkopf), der sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen (Anke Martiny, Thomas Seibert) sowie Künstler (Sebastian Krumbiegel von den Prinzen).

Wenn wir lernen, uns ohne den hektischen Blick nach Mehrheiten zuzuhören und auszutauschen, kann das Institut die Grundlage für zukünftige gesellschaftliche Veränderung sein.

Das wird anstrengend, aber auch sehr spannend, da es über den Bereich, den jede Beteiligte und jeder Beteiligter sonst regelmäßig erlebt, hinausgeht. Und es steht die inhaltliche Arbeit im Vordergrund: Die Verständigung darauf, was die Probleme der Zeit sind, was Lösungen sein können und wie eine Strategie zur Durchsetzung aussehen könnte.

Ich bin froh, dass es gelungen ist, ein solches Institut zu gründen und bin gespannt, was die zukünftige Arbeit bringen wird. Klar ist, dass viele Jusos sich in diese Debatten einbringen werden.

Für eine linke Alternative!

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Institut, solidarische Moderne

Bild von Mein Herz schlägt links

Liebe GenossenInnen, es ist nicht selbstverständlich, daß es das Institut solidarische Moderne seit dem 31.Januar 2010 gibt, nein es war notwendig.
Viel BürgerInnen, schloßen sich in der Zwischenzeit durch ihre Mitgliedschaft oder auch Sympathie an.
Es ist an der Zeit, das auch überparteiliche Orgnisationen an der politischen Willensbildung beteiligt werden.
Eine Mitgliederintiative der SPD, -Mein Herz schlägt links- unterstützt das Institut solidarische Moderne.
Den in unserer Charta, welche wir uns gegeben haben, stehen sehr viele Bestandteile, welche sich mit dem Institut überschneiden.
Ein kleines Beispiel:
Wir nutzen die neuen technischen Möglichkeiten um für Parteimitglieder, mit einer ähnlichen politischen Sichtweise einen Raum des Austausches, der Kooperation und der Zusammenarbeit zu schaffen. Kernelement ist dabei die Ausrichtung an basisdemokratischen Grundsätzen, die wir auch in der Partei insgesamt, verstärkt in den Mittelpunkt rücken wollen.
Man kann also sehen, das wir auch die Forderungen des Institutes unterstützen und eine Zusammenarbeit anstossen.
Freundschaft
Für das Autorenkollektiv
Günther Gruchala

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