Bayern: Volksbegehren Nichtraucherschutz FDP befürchtet "gesellschaftliche Spaltung" durch Nichtraucher

von Martina Plötz - 04.12.2009
1 298 746 Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Bayern haben in den vergangenen zwei Wochen in den Schlangen vor Rathäusern gestanden, um mit ihrer Unterschrift den Nichtraucherschutz in Bayern zu stärken. 940 000 Unterzeichner hätten gereicht, um den Volksentscheid zu erzwingen.Während die CSU den Gesetzentwurf der Initiatoren des Volksbegehrens als zu radikal bezeichnet, warnt die FDP vor einer "gesellschaftlichen Spaltung" durch Nichtraucher.

 

Die CSU ist zweifellos blamiert. Die Wählerinnen und Wähler haben genug von den faulen Kompromissen, den ständigen unberechenbaren Kehrtwendungen der Christsozialen, die Politik als Reflex von Meinungsumfragen sehen. Dass fast 14 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern die Mühen auf sich genommen haben und bei ihrer Gemeinde für ein strengeres Nichtraucherschutzgesetz unterzeichnet haben, sehen viele als schallende Ohrfeige für die CSU. So auch die SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen, die das Ergebnis als einen „Sieg der Vernunft gegen die unberechenbare Politik der CSU“ bezeichnet.
 

Schadenfreude beim CSU-Fraktionsvorsitzenden

 
Während sich der CSU-Innenminister Herrmann wenig erfreut über den Erfolg des Volksbegehrens zeigte und die Radikalität der Nichtraucherinitiativen kritisierte, war einem in der CSU eine klammheimliche Schadenfreude anzumerken. Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, ist sichtlich erfreut, „dass im nächsten Jahr die höchste Staatsgewalt, nämlich das bayerische Volk, das letzte Wort“ beim Thema Nichtraucherschutz habe. Schmid gilt als Vater des strikten Nichtraucherschutzes in der CSU Fraktion, das nach der Wahl von CSU und FDP aufgeweicht wurde.
 

FDP schürt Angst vor gesellschaftlicher Spaltung

 
Die FDP zog als Reaktion auf das erfolgreiche Volksbegehren gleich das Schreckgespenst der „gesellschaftliche Spaltung“ hervor, sollte auch die Volksbefragung im nächsten Jahr erfolgreich sein. Die Liberalen ließen jedoch unerwähnt, dass der strikte Nichtraucherschutz bis zum Herbst 2008 fast ohne Probleme und ohne bürgerkriegsähnliche Zustände funktioniert hat.

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Channel: Gesundheit  
Bundesland: Bayern  

Nichtraucher FDP

Bild von Anonymous

Die FDP gehoert weg und ins Abseits.
Diese komische Partei beguenstigt nur die Millionaere.
Die unselbstaendige Arbeiter sollen noch mehr bluten und schwitzen zu Gunsten der Millionaere.
Weg mit der FDP!!!

Die FDP sollte sich mal aus

Bild von Wolfgang

Die FDP sollte sich mal aus ihrer Parteizentrale entfernen und ins öffentliche Leben mischen. Dann wüsste sie, was sie für einen Unsinn verbreitet.

Eine Spaltung der Gesellschaft haben wir doch jetzt: Nichtraucher gehen in diese Lokale, Raucher in jene. Ab Anfang 2008 sind alle zusammen gesessen, die Raucher sind hier und da mal vor die Tür gegangen. Und so soll es wieder werden.

Liebe CSU,

wo sehen Sie eine Radikalität der Nichtraucherorganisationen. Radikal waren wohl eher die Gegner des Volksbegehrens. Ich sage nur: Buttersäureanschlag, Plakatdiebstahl und -beschädigungen, Nazibeschimpfungen, Morddrohungen. Noch Fragen?

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