Aus Protest gegen die radikalen EEG-Kürzungspläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatten die Mitarbeiter des Berliner Solarzellenhersteller Sulfurcell letzte Woche ihre Arbeit niedergelegt und sich um einen symbolischen Scherbenhaufen aus Solarmodulen versammelt.
Die Aktion fand im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstages „Solar – Made in Germany“ statt. Das Bundesumweltministerium schlägt eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Form einer zusätzlichen Kürzung der Einspeisevergütung für neu installierte Solaranlagen um 15 Prozent zum 1. April 2010 vor. Zum 1. Januar 2010 wurde die Einspeisevergütung bereits um 10 Prozent gekürzt und wird regulär zum 1. Januar 2011 erneut um 10 Prozent gekürzt werden. Die Vergütung von Solarstrom würde damit um 35 Prozent innerhalb von nur 12 Monaten gekürzt.
„Wir hoffen, dass dies ein schlechter Traum bleibt und wir am Ende nicht die Scherben eines kurzfristigen Schwenks der deutschen Energiepolitik zusammenkehren müssen“, so Dr. Nikolaus Meyer, Geschäftsführer und Gründer der Sulfurcell Solartechnik GmbH.
Die Solarunternehmen bemängelten, dass sie für die Weiterentwicklung neuer Technologien langfristige Planungssicherheit und einen stabilen Markt benötigen. "Dazu darf die Solarförderung nicht sprunghaft reduziert werden, sondern sollte in verkraftbaren Jahresschritten zurückgeführt werden.“, so Meyer.
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