Verleihung der Bernhard-Weiß-Medaille an Dr. Peter Struck Ein Mann der Tat

von Linda Diercks - 04.11.2008
Am 28. Oktober hat der Bund jüdischer Soldaten die Bernhard-Weiß-Medaille für Verständigung und Toleranz an Dr. Peter Struck verliehen. Er erhielt sie für seinen Einsatz für Toleranz und Verständigung zwischen den Kulturen sowie gegen den Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

„Sie haben Ihre demokratische Einstellung nicht nur mit Worten bezeugt, sondern auch mit Taten. Sie, Dr. Peter Struck, sind ein Mann der Tat!“, lobte die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch den neuen Träger der Bernhard-Weiß-Medaille in ihrer Laudatio. Der Bund jüdischer Soldaten verleiht die Bernhard-Weiß-Medaille an Angehörige der Bundeswehr oder mit ihr in besonderer Beziehung stehende Personen. Struck erhielt die Medaille für seinen Einsatz für Toleranz und Verständigung zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Zugleich sollte sein couragiertes Eintreten gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gewürdigt werden.

Der SPD-Politiker Peter Struck hat mit seiner konsequenten Linie gegen Rechtsextremismus in und außerhalb der Bundeswehr die Sympatien von jüdischen Soldaten und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland insgesamt gewonnen. Sein vorbildliches Durchgreifen bei Soldaten mit rechter Gesinnung und das beharrliche Einsetzen für ein NPD-Verbot haben ihn für die Medaille prädestiniert. Beispiellos war auch sein Engagement bei der Entfernung aller belasteter Namen aus der Bundeswehr  wie im Falle des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg an der Donau, das nach dem Wehrmachtssoldaten Werner Mölders benannt war.

Kampf gegen die Gefahr von Rechts

Der Namensgeber der Medaille Dr. Bernhard Weiß war ein „Mann der Gegensätze – ein Jude, geprägt von preußischen Tugenden, klein von Statur, groß im verantwortlichen Handeln und ein überzeugter Demokrat. Kein anderer hat den aufkommenden Nationalsozialismus in der Weimarer Republik so energisch bekämpft wie er“, betonte der Vorsitzende des Bundes jüdischer Soldaten, Hauptmann Michael Berger in seiner Rede. Der Bund jüdischer Soldaten wolle mit der Medaille ein Signal wider den Ungeist der Gleichgültigkeit und des Wegschauens an Bundeswehr und Gesellschaft senden. Sie soll die Sinne der Menschen in diesem Land für die von rechten Parteien ausgehenden Gefahren schärfen.

Dr. Bernhard Weiß’ selbstloses Eintreten für Demokratie und Rechtsstaat wird zum Symbol und er selbst damit zum Vorbild. Dieses Engagement ist es, das Weiß mit den Trägern der Medaille verbindet. Der Wahlspruch des Bundes der jüdischen Soldaten „Sei stark und standhaft“ steht auf der Rückseite der Medaille. Denn „wie Dr. Peter Struck“, so Hauptmann Michael Berger, „ müssen wir stark und standhaft bleiben im Kampf gegen die Gefahr von rechts.“

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AutorIn: Linda Diercks  
Tags: Peter Struck  

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