Mordanschlag auf Passauer Polizeichef Edathy: NPD-Verbot absolut notwendig

von Vera Rosigkeit - 15.12.2008
Nach dem Angriff auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl fordert SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy härtere Strafen gegen rechtsextreme Gewalttäter und ein neues NPD-Verbotsverfahren. Der Rechtsstaat müsse dringend ein klares Signal an eine immer gewaltbereitere rechte Szene setzen, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Generalsekretär Hubertus Heil sprach am Montag von einer neuen Dimension rechter Gewalt.

Von einer neuen Dimension rechter Gewalt ist die Rede. Inzwischen gilt es als sicher, dass der Mordversuch an Polizeichef Alois Mannichl rechtsextreme Hintergründe hat. Der SPD-Politiker Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag, forderte angesichts der Brutalität härtere Strafen: „Bei Körperverletzungen mit rechtsextremer Motivation darf es grundsätzlich keine Bewährungsstrafen mehr geben."

Rechtsstaat ist gefordert

Die Täter gehören sofort hinter Gitter, weil ihre Beweggründe besonders verwerflich sind.“ Der Rechtsstaat müsse dringend ein klares Signal an eine immer gewaltbereitere rechte Szene setzen, so Edathy. Ein entsprechender Vorschlag des Bundesrats liege bereits auf dem Tisch, erklärte Edathy. „Damit muss sich der Bundestag jetzt zügig befassen“, forderte er.

Aber auch die Debatte um ein Verbot der NPD ist nun wieder entbrannt. Sowohl Bayerns Innenminister Joachim Hermann als auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer schlossen nicht aus, einen neuen Verbotsantrag zu stellen. Edathy begrüßte den Vorschlag eines neuen NPD-Verbotsverfahrens: "Es ist erfreulich, wenn nun auch die bayerische Landesregierung endlich aufwacht", sagte er. Ein NPD-Verbot sei absolut notwendig, weil es den Aktionsradius der rechten Szene auf Jahre hinaus erheblich einschränken würde.

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kündigte am MOntag in einer Pressekonferenz an, die SPD werde im nächsten Koalitionsausschuss mit der Union über Maßnahmen im Kampf gegen Rechts beraten. Auch Heil sprach in diesem Zusammenhang von einer "neuen Dimension im Bereich rechtsextremistischer Gewalt". Heil sprach sich ebenfalls für ein neues NPD-Verbotsverfahren aus.

Alois Mannichl wurde am Samstag vor seinem Wohnhaus niedergestochen und schwer verletzt. Er war in den vergangenen Jahren engagiert gegen die rechte Szene vorgegangen.

Quelle: www.neue-oz.de

Mehr Informationen zum Thema:

www.bnr.de
www.mut-gegen-rechte-gewalt.de
Dossier zum Thema Rechtsextremismus unter: http://www.bpb.de/themen/R2IRZM,0,Rechtsextremismus.html

 

 

Verlinken Sie auf diesen Beitrag:

http://www.vorwaerts.de/trackback/6397

Channel: Inland  
AutorIn: Vera Rosigkeit  

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Teilnehmer, die gegen diese Regeln verstoßen, können von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Unsere Diskussionsregeln

  • Beiträge und Themen, deren Titel oder Inhalt gegen das deutsche Presserecht verstoßen, also Beleidigungen, Verleumdungen o.ä. enthalten, löschen wir. Das gilt auch für Polemik und Falschmeldungen. Strafrechtlich relevante Beiträge werden zur Anzeige gebracht.
  • Aus Gründen des deutschen Namensrechts löschen wir auch Beiträge, deren Autor geschützte Namen oder Pseudonyme benutzt.
  • Beiträge, die sich nicht auf den Inhalt beziehen, sondern nur eine persönliche Mitteilung an andere Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind, werden gelöscht.
  • Beiträge, die einen Wahlaufruf für andere Parteien beinhalten, löschen wir. Das Forum dient nicht als Plattform für Werbung anderer Parteien, Institutionen, Unternehmen, Gruppen oder Privatpersonen. Werbliche Hinweise werden gelöscht.
  • Beiträge, die Verweise auf www- oder email-Adressen enthalten, können gelöscht werden.
  • Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen nur eigene Beiträge eingestellt werden. Artikel oder Namensbeiträge von Agenturen, aus Zeitungen oder Zeitschriften sowie Auszüge aus Büchern als Diskussionsbeitrag werden daher gelöscht.
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
If you have a Gravatar account, used to display your avatar.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <p> <br> <br />
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Use <!--pagebreak--> to create page breaks.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Das Aktuellste aus der Sozialdemokratie - der vorwaerts-Newsletter

Advertising