Mit Karnevalstraditionen kennt sich die Rheinland-Pfälzerin eigentlich aus. Das „Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken“ war für Andrea Nahles allerdings etwas Neues, geht es doch auf eine Tradition aus dem Mittelalter zurück. Jedes Jahr am „schmotzige Dunschtig“ (Fastnachtsdonnerstag) muss sich ein Politiker für seine „Untaten“ im badischen Stockach rechtfertigen. Im vergangenen Jahr ging es Landesvater Günther Oettinger an den Kragen. Diesmal stand Andrea Nahles vor dem Narrenrichter.
Für dreifachen Königsmord musste sie die Verantwortung übernehmen: zum einen an Rudolf Scharping, zum anderen an „Arbeiterkönig“ Franz Müntefering und zu guter letzt an „Basta-Schröder“. Mit viel Witz und frechen Sprüchen entging Nahles der Höchststrafe, dem Wurf in den Stockacher Brunnen. Drei Eimer (180 Liter) Wein musste sie dennoch bezahlen.
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