Energiewende im Kino: Die 4. Revolution – Energy Autonomy Der Trend zu hundert Prozent

Foto: Delphi Filmverleih
von Helmut Lölhöffel
In mehr als 50 deutschen Kinos ist „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ angelaufen. Inspiriert wurde der Regisseur Carl-A. Fechner von dem 2005 erschienenen Buch „Energieautonomie“ von Hermann Scheer (SPD). Der „streitbarer Geselle“, so der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel, spielt in dem Film eine tragende Rolle.

Die Botschaft lautet: Der Umstieg auf hundert Prozent Erneuerbare Energien ist möglich. „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ ist mehr als ein 83-Minuten-Film, der im Kinosessel konsumiert wird. Er ist auch mehr als ein eiliger Dokumentarfilm. Seine Dramaturgie fesselt, die Bildern beeindrucken. Der Film handelt von den vorhandenen Netzwerken, die an der erdumspannenden Einführung sauberer Energien arbeiten. Er ist ein Medienprojekt, das die Energiewende durch Energieautonomie anstoßen möchte. Bundesweit haben sich regionale Unterstützergruppen zusammengeschlossen, die den Film einem breiten Publikum bekanntmachen wollen und die Aufführungen mit kreativen Aktionen begleiten.

„Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ ist ein aufklärendes, mitreißendes Werk, das uns die Augen öffnet. Er zeigt keine Katastrophenszenarios, sondern bietet Lösungen für eine Zukunft mit erneuerbaren Energien, vor allem in Entwicklungsländern, darunter Bangladesh und Mali. Energieautonomie ist eine praktische Vision, aus der sich ein informativer und spannender Film machen ließ. Auch Funktionsweisen und Systeme der alten und der neuen Energieversorgung werden anschaulich dargestellt.

Ein Film, der uns die Augen öffnet
Dramaturgischer Höhepunkt ist eine Fern-Kontroverse zwischen Hermann Scheer und Fatih Birol, dem Chefökonomen der Internationalen Energieagentur (IEA). Ihre gegensätzlichen Standpunkte prallen aufeinander und zwingen die Zuschauer, Position zu beziehen: für überholte Energiestrukturen unter den alten Machtverhältnissen oder für alternative Energiekonzepte, die uns in die Zukunft bringen.

Als Zeitzeugen treten in dem Film neben Hermann Scheer auf: der Gründer Preben Maegaard  (Dänemark), der Erfinder Elon Musk (Kalifornien), die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger (Großbritannien), der Banker und Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus (Bangladesh), der Aufbauer Ibrahim Togola (Mali), der Unternehmer Matthias Willenbacher (Deutschland), der das Projekt maßgeblich mitfinanzierte, und der Effizienz-Fachmann Maximilian Gege (Deutschland).

Überraschend: die „Financial Times Deutschland“ bewertet diesen aus dem Raster der Filmindustrie fallenden Streifen in ihrem Film-Ranking mit 4 von 5 Punkten. 

Mehr zum Filmprojekt und zur Kampagne: www.energyautonomy.org, www.eurosolar.de

Übersicht der Kinos, in denen der Film zu sehen ist: www.4-revolution.de 

 

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