Empörung über Bildungspolitik von CSU und FDP Bildungsraub in Bayern

Die schwarz-gelbe Landesregierung nimmt die Zusage, 1000 zusätzliche Lehrerstellen zu schaffen, zurück. Untragbar für die bayrischen Genossinnen und Genossen, denn so wendet sich die Staatsregierung auf unverantwortliche Art und Weise von einer wichtigen Zukunftsaufgabe ab.

Die Ankündigung von Kultusminister Ludwig Spaenle, die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen 1000 Lehrerplanstellen nicht umzusetzen, trifft auf Entsetzen und Empörung in ganz Bayern. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher hat dafür vollstes Verständnis und kommentiert  kämpferisch: "Erst das Landesbankdesaster, dann unverantwortliche Millionengeschenke an Klientelgruppen und jetzt wollen Seehofer und Spaenle unsere Kinder und Jugendlichen dafür bezahlen lassen. Dieses Bildungsräubertum zu Lasten der jüngeren Generation ist mit uns nicht zu machen!“

Haushaltsklarheit schaffen
Die letzte Erklärung und das Dementi aus dem Kultusministerium, dass  es noch keine „Entscheidungen oder Vorfestlegungen über die Haushaltsgestaltung noch in keinem Politikbereich“ gebe, sind für Rinderspacher halbherzig.  Ministerpräsident Horst Seehofer ist aufgefordert, für Klarheit zu sorgen und mit einer Regierungserklärung gegenüber der bayerischen Öffentlichkeit Rechenschaft abzulegen. 

Rinderspacher vermutet bei Seehofers Steuersenkungsplan, bei dem es um 2,5 Milliarden Euro geht, nichts Gutes für die Bildungspolitik. Obwohl die von Seehofer vor den Wählerinnen und Wählern vor einiger Zeit noch als Chefsache erklärt wurde. „Er muss darlegen, in welchen Bereichen er einsparen will und welche Schulden infolge der unseriösen Finanzpolitik von Schwarz-Gelb auf Bayern zukommen.“

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Channel: Bildung  
Bundesland: Bayern  

keine Bildung-keine Fachkräfte

Was wir nicht alles tun, um in Zukunft genügend Fachkräfte ausbilden zu können…
Schon im Säuglingsalter legen wir in Deutschland wert auf eine gute Unterstützung der Familien, indem wir das Elterngeld kürzen und den inzwischen recht hohen Anteil an Alleinerziehenden und Familien mit Niedriglohneinkommen (aufgrund teils fehlender Mindestlöhne) im Stich lassen. Bevor der zukünftige Facharbeiter in den (in Bayern kostenpflichtigen und personell unterbesetzten) Kindergarten gehen kann, ist leider kaum weitere Förderung des Kleinkindes möglich. Dafür ist in den Familien kein Geld da, da die Mutter aufgrund der schlechten und fast unbezahlbaren Betreuungssituation nicht arbeiten gehen kann und somit auch kein Geld für „besondere“ Ausgaben vorhanden ist. Auch der Staat scheint kein Geld für unsere Kleinsten zu haben.
Dies setzt sich im Kindergartenalter fort, wenn die Förderung/Therapie entwicklungsverzögerter Kinder von den Krankenkassen verwehrt und vom Staat nur ungenügend angeboten wird. Auch der Weg in Zoos, Musikschulen und Bauernhofmuseen bleibt den Kindern einkommensschwacher Familien aus finanziellen Gründen verwehrt. Spätestens im Grundschulalter sind bei vielen unserer zukünftigen Spitzenkräfte erste Defizite in Bereichen wie der Aufmerksamkeit, Sprache oder Motorik erkennbar, was sich unter anderem im Lernschwierigkeiten und Problemen im Schriftspracherwerb oder beim Rechnen äußern kann. Daneben treten erste Verhaltensstörungen und sozial-emotionale Schwierigkeiten aufgrund des hohen Drucks im Schulalltag auf. Dem versuchen wir durch eine immer noch nur 4-jährige Grundschulzeit sowie ein dreigliedriges Schulsystem mit vollkommen überfülltem Lehrplan und ausgebrannten, mit den Klassenstärken überforderten Lehrern entgegen zu wirken. Besonders im bayrischen G8 findet man daher zukünftige Ingenieure, deren Lebenserfahrung und wichtige außercurriculäre Fähigkeiten stetig sinken, da sie aufgrund des Lernpensums (Allgemeinbildung ist ein sehr dehnbarer Begriff!) leider nachmittags keinen Sportverein mehr besuchen, ein Instrument lernen oder an ihrem Motorrad herumschrauben können. Bereits in der Mittelstufe versucht man, durch möglichst Praxis-fernen und leistungsorientierten Unterricht in technisch schlecht ausgestatteten Schulen, den Schülern die Lust an Technik und Naturwissenschaften zu nehmen. Anstatt mehr Lehrer einzustellen, so dass vor allem an Haupt- und Förderschulen eine individuellere Beschulung stattfinden könnte und die Schüler so auf ein ausbildungsfähiges Lese, - Schreib -und Rechenniveau gebracht und vor Hartz IV gerettet werden könnten, spricht man lieber über eine Bezuschussung von überteuerten externen Nachhilfestunden, um doch noch einige Schüler erfolgreich durch den bayrischen Schuldschungel schleusen zu können. Dort finden dann auch die vielen ausgebildeten, aber nicht eingestellten Lehrer eine Arbeit. Sicher der beste Weg dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken…
Wird diese (bildungsschädigende) schwarz-gelbe Politik meist negativer „Kleinstreförmchen“ weiter fortgesetzt, kann man nur noch sagen „Good-bye Deutschland!“.

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