Auf der Konferenz „Bevölkerung, Bildung, Arbeitsmarkt. Vom Bildungsbericht zur Bildungsbericht zur Bildungssteuerung“, ausgerichtet vom „Netzwerk Bildung“ der Friedrich-Ebert-Stiftung“ diskutierten Wissenschaftler, Soziologen, Lehrerverbände und Politiker Strategien für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik.
Lösungsansätze präsentiert der „Bildungsbericht 2010“ der Soziologischen Forschungsinstituts an der Universität Göttingen: Bildungsbericht 2010
Besonders betroffen vom Mangel an Arbeitsplätzen sind Verkehrs-, Lager, Transport- und Sicherheitsberufe. Auch für die Gastronomie und das Reinigungsbranche wird das Angebot an Berufen bei weitem nicht ausreichen. Geistes- und sozialwissenschaftliche Universitätsabsolventen werden auch in 2025 Probleme haben, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen. Selbst in vermeintlich „sicheren“ Berufshauptfeldern wie den Rechts-, Management- oder den Wirtschaftswissenschaften wird die Anzahl der Bewerber die Zahl der tatsächlichen Arbeitsplätze übersteigen.
Ausreichendes Angebot in Warenhandel und Vertrieb
Dagegen werden in den Berufshauptfeldern des be- und verarbeitenden sowie instand setzenden Gewerbes weiter genügend freie Stellen zu besetzen sein. Im Warenhandel und Vertrieb, wie auch in Büro- und kaufmännischen Dienstleistungsberufen wird das Angebot an Arbeitsplätzen laut der Studie ausreichend sein.
Lehrberufe und technisch-naturwissenschaftliche Berufen werden in 2025 vereinzelt Mangel an ausreichenden Berufsmöglichkeiten verzeichnen, jedoch besteht eine insgesamt ausgeglichene Angebots-Nachfrage-Relation.
Um auf die „Herausforderungen für die Bildungspolitik im demographischen Wandel“ reagieren zu können, empfehlen die Autoren der Studie etwa den Ausbau frühkindlicher Bildung bzw. die Erziehung für die Unter-Dreijährigen über das gesetzliche Ziel von 35 Prozent hinaus, anzustreben. Außerdem müsse die Quote von Schulabgängern ohne bzw. mit Hauptschulabschluss gesenkt, der Ausbau von Ganztagesschulen vorangetrieben, und die differenzierte individuelle Förderung verstärkt werden.
Abbau von alters- oder geschlechtsspezifischen Disparitäten
Die Durchlässigkeit des Hochschulsystems müsse verbessert und das Studium effektiver gestaltet werden, etwa durch höhere Auslastung bis 2025.
Immer noch bestehende soziale-, alters- und geschlechtsspezifische Disparitäten in der betrieblichen oder schulischen Weiterbildung müssten ebenfalls abgebaut werden, so die Forscher.
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