Die Reise fand im Nachgang des Projekts „Zug der Erinnerung“ statt, bei dem an die vielen
jüdischen Kinder erinnert wurde, die aus ganz Europa von den Nationalsozialisten nach
Auschwitz zur Vernichtung deportiert worden sind. Aus den Städten in Deutschland, in denen der „Zug der Erinnerung“ Station gemacht hat, wurden Schüler zu dieser Reise über Berlin nach Auschwitz eingeladen, um in Seminaren und Besuchen der Orte des Geschehens und in Begegnungen mit Überlebenden der Konzentrationslager über die furchtbaren Geschehnisse jener Zeit zu sprechen. Historiker und Erzieher begleitetn und leiteten das Programm. Polnische Jugendliche und Jugendgruppen aus Israel beteiligten sich ebenfalls an den Veranstaltungen vor Ort.
Stolpersteine würdigen
Der Kontakt zwischen der Bamberger Schülergruppe und der Willy-Aron-Gesellschaft, die den Kostenanteil der Bamberger Schüler für die Reise übernommen hat, war zustande gekommen, weil diese Schüler am Internationalen Holocaustgedenktag in Bamberg Stolpersteine poliert haben. Die Stolpersteine, auf denen Namen, Geburtsdatum, Datum der Deportation, sowie der Ort der Vernichtung der meist jüdischen Bürger eingraviert ist, liegen im Gehsteig vor den Häusern, in denen die Opfer lebten bevor sie in die Vernichtungslager deportiert wurden.
Das Schicksal von Helga Wagner, einem 14-jährigen jüdisches Mädchen aus Bamberg, das 1941 aus Bamberg nach Riga deportiert und dort erschossen wurde, hat die Bamberger Schülergruppe besonders betroffen gemacht und sie haben sich mit der Biographie von Helga Wagner und ihrer Familie besonders intensiv beschäftigt. Nach ihrer Rückkehr von der Reise wollen die Schüler über ihre Erfahrungen berichten und auch selbst das Geld für einen weiteren Stolperstein sammeln.
Verlinken Sie auf diesen Beitrag:
- 753 Aufrufe
Druckversion
Artikel verschicken


